Tipps zu Akku-Bodenstaubsaugern

Akku-StaubsaugerRatgeber

Noch relativ wenig verbreitet doch immer beliebter werden Akku-Bodenstaubsauger, der Trend ist unverkennbar.

Sie bieten erheblich mehr Komfort als herkömmliche Hausstaubsauger, denn der Aktionsradius wird nicht durch ein Netzkkabel eingeschränkt. Zudem sind diese Geräte wesentlich schneller und bequemer einsatzbereit. Das lästige Auf- und Abwickeln des Kabels fällt völlig weg!
Moderne Geräte sind darüber hinaus meist wesentlich leichter und in der Handhabung bequemer als Hausstaubsauger.

Alternative zum Roboter-Staubsauger

Werbung

Wer sich nicht mit den im Trend liegenden Roboter-Staubsauger anfreunden kann, für den können Akku-Bodenstaubsauger, man spricht meist auch von Akku-Handstaubsauger, die ideale Alternative darstellen. Generell wird man beim Reinigen von Räumen mit einem Akku-Staubsauger wesentlich schneller fertig sein als es jeder Roboterstaubsauger könnte. Das liegt einfach daran, dass kein Roboter so gut navigieren kann wie es ein Mensch leistet. Mit dem Akku-Staubsauger gelangt man sehr schnell an jede Stelle, auch Ecken und Engstellen machen hier gewöhnlich wenig Probleme. Ruck zuck hat man auch mal einen Teppich angehoben und drunter gesaugt. Gewöhnlich dürfte man einen Raum in 10 Minuten gründlich sauber haben. Bei vielen neueren Modellen handelt es sich sogar um Kombi-Staubsauger, das bedeutet kann draus per Handgriff einen kleinen Handstaubsauger machen und auch noch Tisch und Couch absaugen.
Aber nicht nur bei der Geschwindigkeit ist er einem Roboter überlegen, auch bei der Wartung. Aufwendige Antriebstechnik oder Sensoren gibt es beim Akku-Staubsauger nicht, somit müssen diese auch nicht regelmäßig gereinigt werden.

Werbung

Reinigungsleistung wird immer besser

Ein Vorurteil vieler Kunden gegenüber dem Akku-Staubsauger ist die Saugkraft. In der Tat kann ein Akku-Staubsauger nicht die Saugkraft entwickeln, die ein Gerät mit Netzanschluss bietet. Ich bin auf dieses Thema schon mal auf der Roboter Ratgeberseite eingegangen, denn diese haben das gleiche Problem. 1400 Watt wie es so mancher Hausstaubsauger bietet, sind mit Akku-Technologie derzeit einfach nicht möglich, die Akkus würden zu schwer und zu teuer.
Allerdings wird die Akku-Technologie ständig besser, besonders gute Akku-Staubsauger setzen heute beispielsweise schon Lithium-Ionen-Akkus mit bis zu ca. 25 Volt ein. Diese Akkus sind bis zu drei mal schneller geladen als die älteren Nickel-Metallhydrid-Akkus. Auch in punkto Haltbarkeit und Gewicht bieten die neuen Akkus Vorteile, nicht umsonst wird diese Technologie ja sogar bei Elektroautos genutzt.

Schmutzfach eines Akku Saugers
Schmutzfach eines Akku Saugers

Bei der genauen Saugleistung oder Leistungsaufnahme sind die Hersteller meist nicht so gesprächig, diese Leistungsdaten werden oft nicht angegeben. Es ist auch verständlich, denn jeder mit etwas Technik-Verständnis kann sich Anhand der Akku-Daten und Laufzeit ausrechnen, dass die Leistungsaufnahme nur ein Bruchteil so hoch sein kann wie bei herkömmlichen Hausstaubsauger. Und zwei oder bestenfalls dreistellige Watt Angaben machen sich in der Werbung nicht so gut, wo die Verbraucher doch vierstellige Zahlen gewohnt sind!

Dennoch werben neuerdings viele Hersteller mit Sätzen wie:

Die Leistung des xyz ist so stark wie die eines 2000 Watt Staubsaugers *

Vorsicht, hinter solchen Sätzen steht oft ein kleiner Stern der darauf aufmerksam macht,

Werbung

dass es dazu eine Fußnote gibt. In der Fußnote wird dann irgendwo ganz klein erläutert auf was sich diese Angabe genau bezieht (zumindest sollte es das). Oft handelt es sich hier um ganz spezifische Messungen an bestimmten Stellen unter Berücksichtigung ganz genau definierter Schmutzpartikel.  Ein solcher Vergleich ist nach meiner Meinung zumindest fragwürdig und hat wenig mit dem zu tun was ein normaler Verbraucher unter Saugleistung und Schmutz versteht!  Wenn ein Verbraucher so einen Satz hört, könnte er denken, dass der Akku-Staubsauger genauso viel und genauso stark saugen kann wie ein Staubsauger mit einer Leistungsaufnahme von 2000 Watt, aber gerade das ist nicht der Fall! Sowas habe ich noch nie gesehen und wage zu bezweifeln dass dies möglich ist! Natürlich ist es möglich einen normalen Netz-Hausstaubsauger so schlecht zu konzipieren, das er an die Saugkraft eines Akku-Staubsaugers herankommt, aber das kann mit dieser Aussage ja nicht gemeint sein!
Ignoriert also lieber solche Sätze und überzeugt euch am besten selbst von der Saugkraft oder schaut in einen Test auf dieser Seite.

Gleiche Technik wie bei den Staubsauger-Robotern

Ergorapido Bürste
Bürste

Dennoch brauchen sich Akku-Staubsauger bei der Reinigungsleistung nicht verstecken. Die meisten Geräte nutzen zum Ausgleich der reduzierten Saugleistung die selbe Technik wie die Staubsauger-Roboter. Nämlich eine rotierende Bürste! Die Bürste holt den Schmutz quasi von Boden oder aus dem Teppich und wirbelt ihn auf. Die Saugleistung muss dann nur ausreichen um den Schmutz in den Schmutzbehälter zu ziehen. Diese Technik funktioniert recht gut, auch darauf bin ich bezüglich der Roboter schon näher eingegangen.
Fasern und Haare werden dadurch sogar oft besser aufgenommen als herkömmliche Hausstaubsauger ohne Bürste dies könnten. Im Vergleich zu den Roboterstaubsauger ist bei Akku-Staubsauger oft sogar die Saugleistung erheblich höher! Man muss aber dazu auch ehrlicherweise sagen, das bei Akku-Staubsauger die Schmutzteile oft weiter nach oben befördert werden müssen, da der Schmutzbehälter selten bodennah angebracht ist.

Geheimtipp: Katzenstreu-Test

Katzenstreu Staubsaugertest
Unser Katzenstreu Test

Bei gröberen Schmutzteilchen, die viel Eigengewicht haben, können zumindest manche Akku-Staubsauger schneller Probleme bekommen als ein Roboter. Erfahrungsgemäß eignet sich für einen Praxistest gröberes Katzenstreu recht gut, dieses wird auch bei uns in vielen Praxistests angewendet. Gute Akku-Staubsauger neuerer Bauart saugen auch Katzenstreu noch recht gut auf, auch wenn man manchmal zweimal darüber fahren muss. Etwas schwächere oder ältere Geräte können damit schon Probleme bekommen, also einfach mal testen oder auf unsere Reviews achten.

Laufzeit – Je geringer desto stärker?

Um die Akku-Staubsauger nicht zu teuer und nicht zu schwer werden zu lassen, sind die Hersteller natürlich gezwungen nicht zu große Akkus in die Staubsauger zu integrieren. Um dennoch viel Saugleistung bieten zu können, wird die Laufzeit reduziert. Einige Hersteller reduzieren diese so drastisch, das diese unter 10 Minuten beträgt. Diese Geräte bieten in der Regel wirklich eine sehr gute Saugleistung, allerdings muss man sich dann schon etwas sputen um mehr als einen Raum in einem Rutsch zu säubern. Zum Glück haben viele Geräte auch unterschiedliche Leistungsstufen, zumindest zwei Stufen bieten die meisten Geräte. Dadurch kann man leicht verschmutze Stellen mit schwächerer Stufe reinigen und profitiert dadurch von einer wesentlich längeren Laufzeit.
Im Schnitt dürften die meisten derzeitigen Geräte Laufzeiten von 15 bis 30 Minuten bieten. Wenn es bei erschwinglichen Geräten deutlich länger ist, dann sollte man ein wenig skeptisch werden ob da wirklich noch gut gesaugt wird. Zukünftig wird sich aber sicherlich Leistung und Laufzeit noch erhöhen, der Trend zeigt in diese Richtung.

In der Regel beutellos

Werbung

Akku-Staubsauger arbeiten wie Roboter gewöhnlich ohne Staubbeutel. Das bedeutet der Schmutz wird in einem Schmutzbehälter aufgefangen. Diese Schmutzbehälter sind oft nicht sehr groß, im Schnitt ähnlich groß wie bei Roboterstaubsaugern, also ca. 0,5 Liter. Die Schmutzbehälter sollten nach Möglichkeit nach jedem Saugvorgang gereinigt werden um die Saugleistung nicht zusätzlich zu beschränken. Bei den meisten Modellen geht das recht bequem, bei einigen hilft eine Federvorrichtung dabei auch Feinstaub herauszuschleudern. Allerdings kommt man schon mal mit dem Finger in Kontakt mit dem Schmutz, wer sich davor ekelt der sollte dann doch lieber die Finger von Roboter- oder Akku-Staubsaugern lassen oder Handschuhe tragen. Manche Geräte haben noch einen Feinfilter am Gerät oder innerhalb des Schmutzbehälters, auch er muss in gewissen Abständen gesäubert werden.
Auch die Bürste sollte in gewissen Abständen kontrolliert und von Haaren befreit werden. Bei den meisten Geräten kann dazu die Bürste entnommen werden. Es gibt auch Geräte, welche die Bürste während des Betriebes per Knopfdruck reinigen, sie schneiden die Haare quasi automatisch durch und saugen diese auf. Eine feine Sache, wir haben es schon getestet!
Das war es dann auch, die Wartung hält sich also bei diesen Geräten in Grenzen.

Vollwertiger Ersatz zum Hausstaubsauger

Wir glauben nicht das man derzeit ganz auf einen normalen Hausstaubsauger verzichten kann. Es gibt doch immer wieder mal kräftige Verschmutzungen da ist man mit einem herkömmlichen Staubsauger besser bedient. Wenn man Teppiche besitzt, dann wird auch zukünftig genau wie bei den Robotern ein oder zwei mal in der Woche eine höhere Saugleistung empfehlenswert sein um tieferen Schmutz zu beseitigen.
Allerdings in vielen Fällen kann der Akku-Staubsauger innerhalb der Woche schon die bequemere Alternative sein. Wenn ich das anmerken darf: Ich würde auf meinen Akku-Staubsauger nicht mehr verzichten wollen!
Insbesondere wenn man Tiere besitzt und immer wieder mal zwischendurch Haare oder Katzenstreu beseitigen muss, dann geht nichts besser als ein bequemer Akku-Staubsauger. Roboterstaubsauger sind zwar auch hilfreich, können aber oft um das Katzenklo herum den Randbereich nicht so gut säubern wie man es sich wünscht.

Tipp
Tipps

  • Achte beim Akku-Staubsauger darauf, dass dieser Akkus mit mindestens 18V besitzt, je höher die Spannung desto stärker sind die Geräte im allgemeinen
  • Lithium-Ionen-Akkus sind besser als Nickel-Metallhydrid-Akkus, aber auch teurer
  • Achte auf die Laufzeit, diese sollte dem Anwendungszweck angemessen sein
  • Wenn Tiere vorhanden sind, sollten sich die Bürsten leicht reinigen lassen
  • Achten auf Qualität/Verarbeitung beim Bürstenantrieb (soweit das möglich ist), bei sehr günstig produzierten Geräten können Bürsten schnell blockieren (Lager oder Zahnrad Beschädigung oder Absprung eines Gummiriemens)
  • Achten auf gute Dichtungen beim Staubbehälter damit keine Saugleistung verschenkt wird
  • Allergiker sollten auch bei diesen Geräten auf einen Hepa-Filter achten. Nachteil ist allerdings, dass diese Filter auch etwas die Saugleistung reduzieren können
Teile dies mit
FacebookTwitterGoogle GmailGoogle BookmarksXINGGoogle+