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Klarstein Cleanhero Saugroboter XR510D im Test

Frank

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Betreibt seit über 12 Jahren das Robotikportal Roboternetz.de und testet ebenso lang unter anderem auch Haushaltsroboter. Er gilt als einer der Experten in Sachen Staubsaugeroboter.
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Der Saugroboter Cleanhero XR510D der Firma Klarstein gehört mit einem Preis unter 200 Euro zu den preiswerteren Saugrobotern im Handel. Trotz des günstigen Preises gehört bereits eine automatische Ladestation, Lichtschranke und Funkfernbedienung zum Lieferumfang. In unserem Test wollten wir nun noch herausfinden, ob auch die Leistung, insbesondere die Reinigungsleistung, stimmt. Ich möchte es schon vorwegnehmen, ein wenig wurden wir doch enttäuscht.

Klarstein Cleanhero XR510D im Vergleich

Da wir erst kürzlich den Saugroboter von Sichler Modell NC-5725 (PCR-3550UV) getestet haben und dieser für den Preis von unter 200 Euro überraschend gut abgeschnitten hat, werden wir diesen als Referenzgerät ab und zu in diesem Test als Vergleich heranziehen. Aber da wir auch schon eine Fülle von anderen Robotern am Markt selbst getestet haben, können wir auch beurteilen,  wie die Leistung im Vergleich zu teureren Saugrobotern ausfällt. Natürlich haben wir auch wieder zwei Videos zum Klarstein Cleanhero XR510D * Test gedreht, so dass Ihr euch auch ganz unabhängig eine Meinung von dem Saugroboter machen könnt.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-in--ladestation

Klarstein Cleanhero XR510D mit überraschend großen Lieferumfang

Zunächst einmal zum Lieferumfang dieses Saugroboters. Wie schon erwähnt gehört neben dem eigentlichen Staubsaugerroboter auch eine automatische Ladestation zum mitgelieferten Zubehör. Das heißt, sobald die Akkukapazität des Staubsaugerrobotes Klarstein Cleanhero XR510D zu Neige geht, fährt dieser die Ladestation automatisch an und lädt sich auf. Das mitgelieferte NimH Akku hat einen Kapaität von 2200 mAh und einen Spannung von 14,4 V. Also sehr ähnlich wie bei anderen preiswerten Staubsaugerrobotern, der Sichler NC-5725 hat beispielsweise ein NimH Akku mit 2000 mAh. Auch teurere Modelle wie die beliebte iRobot 600er Serie (z.B. der iRobot Roomba 615 *) haben ein Akku mit gleicher Kapazität und Spannung. Bei der Laufzeit wird beim Saugroboter Klarstein Cleanhero XR510D mit 90 bis 120 Minuten geworben. Im Test erreichte er allerdings bei uns nur ca. 90 Minuten Laufzeit, was aber durchaus etwa 15 Minuten mehr als beim Sichler NC-5725 und ca. 25 Minuten mehr als beim iRobot Roomba 615 war. Aber ob sich das auch beim Reinigungsergebnis widerspiegelt, dazu gleich mehr.

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Neben der Ladestation gehört auch eine Lichtschranke zum Lieferumfang. Also quasi ein kleiner Raumbegrenzer mit einem IR-Lichtstrahl zum virtuellen Abgrenzen von Bereichen oder Türen. iRobot nennt so etwas „Virtual Wall“, die Firma Klarstein nennt es schlicht Wandabstandshalter, was meiner Meinung nach ein wenig missverständlich sein kann. Beim Modell NC-5725 von Sichler als auch beim iRobot Roomba 615* gehört das allerdings nicht zum Lieferumfang, kann jedoch als Option erworben werden.

Weiteres Zubehör des Klarstein Cleanhero XR510D sind Netzteil für die Ladestation, Ersatz-Seitenbürste, Ersatzfilter, Funkfernsteuerung, Moppaufsatz, deutsche Anleitung und ein Schraubendreher. AA Batterien für Fernsteuerung und AAA Batterien für den Raumbegrenzer waren nicht dabei.
Der Schraubendreher dient dazu, die Klappe für das NimH Akku zu öffnen um das mitgelieferte Akku einsetzen zu können.
Der Lieferumfang war also für den Preis von ca. 200 Euro schon sehr beachtlich!

Klarstein Cleanhero XR510D und die Ähnlichkeit mit iRobot Geräten

Schon beim Auspacken, aber spätestens wenn man sich den Saugroboter Klarstein Cleanhero XR510D von unten anschaut, wird der etwas erfahrenere Roboter-Experte sehr viele Ähnlichkeiten mit Saugrobotern der iRobot Serien erkennen. Insbesondere die Federung und Art der Räder, aber auch die Form und Konzeption des Schmutzfaches erinnern schon stark an iRobot Roomba Staubsaugerroboter. Noch stärker ähneln die Bürsten, sowohl Seitenbürste also auch die doppelten Hauptbürsten (Teppichbürsten) wirken fast identisch. Auch hier ist eine der Hauptbürsten aus flexiblen Gummi und nur eine mit Borsten versehen. Also hier haben die chinesischen Entwickler (Roboter ist mit Made in China beschriftet) auf jeden Fall einiges bei iRobot, dem Marktführer in Sachen Staubsaugerroboter, abgeschaut.
Es wurde aber offenbar nichts 1:1 übernommen, sondern schon leicht verändert bzw. auch anderes Material verwendet.
Der Klarstein Cleanhero XR510D ist aber nicht der Erste, der sich an der Bauart der iRobot Geräte orientiert. Viele andere Hersteller machen das ebenfalls, mal weniger, mal mehr.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-unteransicht-2

Generell machte der Klarstein Cleanhero XR510D auf mich allerdings keineswegs einen so wertigen Eindruck in der Verarbeitung wie beispielsweise der Sichler NC-5725 (PCR-3550UV). Der matte Kunststoff und die teils etwas unhandlichen Verriegelungen vom Schmutzfach und Bürsten wirkten einfach nicht so edel und hochwertig wie beim Sichler. Auch eine Sprachausgabe wie beim Sichler NC-5725 gibt es beim  Cleanhero nicht. Diese ist sicherlich auch nicht unbedingt nötig, macht aber dennoch einen guten Eindruck.
Gut dagegen war die Eigenschaft, dass der Saugroboter Cleanhero XR510D Teppichbüsten besitzt, Teppiche waren ja ein Schwachpunkt des Sichler Staubsaugerroboters (siehe unseren Test)

Wie bei vielen iRobot Roomba Modellen auch üblich, ist der Lüfter in das Schmutzfach integriert. Beim Klarstein Modell kann diese Einheit sogar leicht entnommen werden, was die Wartung oder den Austausch erleichtern kann.

Wohnraumnavigation des Klarstein Cleanhero XR510D im Test

Dass bei einem Staubsaugerroboter unter 200 Euro keine besonders intelligente Raumnavigation zu erwarten ist, das sollte allen kaufinteressierten Lesern eigentlich klar sein. Zeitsparende und auf den Betrachter logische Fahrweisen sind einfach derzeit bei Robotern unter 400 Euro nicht zu erwarten, wenn Ihr so etwas sucht, dann schaut auf unsere Empfehlungsseite, zum Beispiel die Saugroboter von LG können hier immer wieder überzeugen.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-teppich-saugen

Von daher war mir klar, dass hier im wesentlichen nur eine Art Random-Fahrstrategie (siehe unseren Ratgeber) zu erwarten war. Wie ich schon so oft betont habe, muss das nicht schlecht sein, auch ein Roboter mit Random- Fahrstrategie kann gute Ergebnisse leisten. Wie beispielsweise auch die iRobot Geräte, auch der günstige iRobot Roomba 615 * oder der baugleiche iRobot Roomba 616, zeigen.  Wir hatten den iRobot Roomba 615 kürzlich im Test, ein Testbericht wird in den nächsten Wochen erscheinen.
Gut ist das Reinigungsergebnis bei Robotern mit Random-Strategie in der Regel aber erst dann, wenn auch einen Art Eck- oder Wandreinigungsmodus in die Random-Fahrstrategie integriert ist.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-im-zimmerUnd genau an dem Punkt versagte leider der Klarstein Cleanhero XR510D bei uns im Test. Überhaupt wirkte die Fahrweise und Fahrstrategie des Klarstein Cleanhero XR510D im Wohnraum-Test alles andere als überzeugend. So richtig wurde man nicht schlau aus seiner Fahrweise, vorwiegend fuhr der Roboter diagonal hin und her und wechselte dabei recht oft in eine Art Spiralmodus. Kollidierte er mit einem Hindernis, wechselte er wieder in den Standard-Mode.  Manchmal meinte ich doch leichte Ansätze einer Wandverfolgung zu erkennen, jedoch bog er dann doch wieder sehr schnell in den Raum ab. Von einer echten Wandreinigung, die letztlich auch zum Reinigen von Ecken führt, konnte ich zu keiner Zeit etwas beim Klarstein Cleanhero XR510D erkennen, was sehr enttäuschend war.

Auch der Sichler NC-5725 überzeugte nicht unbedingt durch einen tolle Navigation und tolle Wandreinigung, dennoch erschien mir diese wesentlich besser. Immerhin gelang es dem Sichler nach der Reinigungszeit von etwas über einer Stunde den verstreuten Testschmutz im Raum nahezu komplett an allen Stellen aufzunehmen. Dagegen blieben beim Klarstein Cleanhero XR510D nicht nur in einigen Ecken sondern auch auf größeren Flächen noch Partikel zurück. Das lag nicht an einer mangelnden Bürsten- oder der Saugleistung des Klarstein Cleanhero XR510D, sondern einfach daran, dass seine Fahrweise nicht sicherstellte dass alle Stellen im Raum wirklich abgefahren wurden. Er hielt sich einfach viel zu oft an den immer wieder gleichen Stellen auf.

 

Die mangelnde Stoßstange des Klarstein Cleanhero XR510D

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-couch-haengerEin Manko das vermutlich neben der Software zu dem schlechten Ergebnis im Wohnraum beitrug war sicherlich auch die Art des Cleanhero XR510D Bumpers. Der Saugroboter besitzt zwar wie der Sichler und Roomba vorne Infrarot-Sensoren zur Hinderniserkennung, jedoch sind diese recht tief angebracht. Eine zusätzliche Stoßstange wie es der Sichler oder iRobot hat, falls die IR-Sensoren mal versagen (was sie bei schmalen und dunklen Gegenständen oft machen) gab es in der üblichen Form nicht. Statt dessen verfügt der Klarstein Cleanhero XR510D über zwei Reihen Gumminoppen die offenbar bei stärkeren Druck einen Kontakt signalisieren. Bei Wänden und Fußleisten funktionierte diese Art Bumper in der Regel auch recht gut, allerdings gab es bei schmalen Gegenständen wie einem Stuhlbein, Blumenständer aber auch bei einer Couch die unten ca. 6 cm Bodenabstand aufwies (da sie auf Füssen steht), erhebliche Probleme. Diese Gegenstände wurden weder von den IR-Sensoren noch von dem Bumper erkannt, so dass der Roboter immer wieder davor fuhr und oft vergebens eine Zeit lang versuchte den Gegenstand wegzuschieben.

In den meisten Fällen registrierte der Roboter dann doch irgendwann, dass es so nicht weiter geht und befreite sich irgendwie aus der Situation. Aber dennoch kam dieser Fall so oft vor, dass einfach sehr viel Reinigungszeit durch Stillstand vor einem Hindernis verplempert wurde. In einigen Fällen fuhr er sich sogar dauerhaft fest und musste befreit werden. Negativ dabei war zusätzlich, dass sich Bürsten als auch Antrieb dabei in der Regel nicht abschalteten. Im Gegensatz zum Sichler NC-5725, der die Bürsten bei Problemen sofort deaktivierte.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-teppich-haenger

Ein zweites Problem schien, dass der Saugroboter etwas dazu neigte sich an Teppichecken festzufahren. Gewöhnlich machten ihm Teppichkanten und Türschwellen bis ca. 1,2 cm nichts aus, er nahm sogar oft etwas höhere Hindernisse als beispielsweise der getestete Sichler NC-5725. Dennoch kam es ab und zu vor, dass es ihm gelang die Teppichecke beim Überfahren so nach oben zu biegen, dass sich die Bürsten darin verfingen und er blockierte. Diese Art Hänger waren beim Sichler NC-5725 und erst Recht beim iRobot Roomba 615* nicht in der Weise zu erkennen.

Klarstein Cleanhero XR510D und die Rückkehr zur Basis

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-lautstaerkeIm Test reinigte der Klarstein Cleanhero XR510D ganze 89 Minuten unser Testzimmer. Die gemessene Lautstärke schwankte ein wenig, war im Schnitt aber mit 64 dBA ähnlich erträglich wie auch beim Sichler NC-5725. Der iRobot Roomba 615/616 war hier ein klein wenig lauter!
Auffallend war allerdings, dass der Klarstein Cleanhero XR510D bei der Rückkehr zur Ladestation einen deutlich erschöpfteren Eindruck machte. Er bewegte sich oft sehr langsam und hatte auch oft erhebliche Schwierigkeiten die Basis zu finden. So kam es manchmal auf dem Weg zur Basis dann auch wieder dazu, dass er sich an einer Wand festfuhr und befreit werden musste. Nicht selten verfehlte er auch die Basis, er fuhr einfach in ca. 1,5m Abstand an ihr vorbei. Also kurz gesagt, es klappte nicht immer so gut mit der Rückkehr zur Ladestation.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-bodenansicht-ladestation

Der Raumbegrenzer, also die virtuelle Wand des Klarstein Cleanhero XR510D funktionierte im Test zufriedenstellend. Nachteilig war hier nur, dass das IR-Licht offenbar recht breitwinklig abgestrahlt wird. Sperrt man breitere Bereiche oder Türen ab, wie in unserem Test, so behält der Roboter manchmal einen größeren Abstand als einem eigentlich lieb ist.

Die Saugleistung des Klarstein Cleanhero XR510D

Um zu ermitteln wie es um die Saug- und Bürstenleistung des Klarstein Cleanhero XR510D bestellt ist, haben wir diesen natürlich wieder auf unserer Testfläche herangezogen. Wir haben den Roboter wieder 35ml Quarzsand, 35 ml Semmelmehl und 35ml Katzenstreu von einer ca. 2qm großen Testfläche saugen lassen. Diese Tests könnt ihr in Video Teil2 zum Klarstein Cleanhero XR510D sehen.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-quarzsandtest

Auf der kleinen Testfläche zeigte der Klarstein Cleanhero XR510D eine durchaus gute Leistung. Der Schmutz wurde recht gut sowohl von Hartboden als auch Teppich aufgenommen. Bereits nach ca. 10 bis 15 Minuten wirkte die Fläche optisch doch schon recht sauber. Bemerkenswert dabei war, dass sogar der Randbereich recht gut aussah. Es dauerte allerdings schon eine Weile bis es ihm gelang die Ecken halbwegs sauber zu bekommen.

Bei dem Saugtest mit 35ml Quarzsand auf unserem kleinen Testteppich, gelang es dem Klarstein Cleanhero XR510D nach 20 Minuten Testzeit fast ¼ der verteilten Sandmenge wieder zurück zu saugen. Für eine Saugroboter dieser Preisklasse einen durchaus gute Leistung auf Teppich, der Sichler NC-5725 schaffte auf Teppich bedeutend weniger. Allerdings an die Saugleistung eines iRobot Roomba 615 * oder iRobot Roomba 650 * kam er nicht heran (das zeigen wie demnächst in einem Video).

Das gute Abschneiden auf der Testfläche und das magere Abschneiden im Wohnraum, bestätigt noch einmal, dass die schlechte Leistung vorwiegend durch die schlechte Navigation und den Bumper begründet sein müssen. Auf der kleinen Testfläche gelang es ihm einfacher nicht den Schmutz zu umfahren.

Klarstein Cleanhero XR510D, Handhabung und Bedienung

Interessant ist, dass der Saugroboter Cleanhero XR510D von Klarstein mit einer echten Funkfernsteuerung ausgeliefert wird. Diese funktioniert also nicht mit IR-Licht, sondern wirklich per Funk. Der Vorteil ist die höhere Reichweite und die Tatsache, dass die Fernbedienung nicht auf den Roboter ausgerichtet werden muss. Die Form ist vom Design etwas ungewöhnlich und leider auch ein wenig unhandlich, aber man kann sich daran gewöhnen.

Klarstein-Cleanhero-Saugroboter-XR510D-funkfernsteuerung
Die Funkfernsteuerung mit Timer

Die Fernsteuerung dient zum Starten und Steuern des Saugroboters. Es kann auch die Roboter-Geschwindigkeit in zwei Stufen eingestellt werden, wobei die niedrige Stufe schon sehr langsam ist. Auch ein Timer ist integriert, damit kann der Roboter an beliebigen Tagen zu einer beliebigen Uhrzeit automatisch zum Saugen beauftragt werden. Im Gegensatz zum Sichler können hier individuell verschiedene Tage vorprogrammiert werden, es muss also nicht jeden Tag zur gleichen Zeit gereinigt werden.

Natürlich kann der Roboter auch über Touch-Tasten am Gerät selbst gestartet und gestoppt werden. Neben dem normalen Reinigungsmodus kann hier nur alternativ der Spot-Modus gewählt werden. Auch hier vermisst man die Wandverfolgung, die fehlt einfach!

Etwas unhandlich empfanden wir die Entleerung des Staubfaches. Zum einen muss man beim Entnehmen aufpassen dass kein Schmutz daneben fällt und zum anderen ist das komplette Öffnen des Staubfaches durch die seitlichen Schieber etwas schwierig zu bewerkstelligen ohne dass man etwas verschüttet.

Noch dazu sind die kleinen Plastikscharniere der Klappe von magerer Qualität, fast jedesmal löste sich die Klappe beim Aufklappen aus den Scharnieren und fiel runter. Auch gab es keine Klappe, die den Schmutzbehälter beim Entnehmen verschloss. Das war beim Sichler NC-5725 wesentlich besser gelöst, der Staubbehälter war nach dem Entnehmen automatisch verschlossen und hätte sogar geschüttelt werden können. Insgesamt hinterließ das Schmutzfach beim Sichler NC-5725 einen deutlich saubereren und handlicheren Eindruck.

Nach unserem Quarzsand-Test gab es mit den Schiebern am Schmutzfach des Klarstein Cleanhero XR510D Probleme. Der Schmutz sorgte dafür, dass sich die Schieber verklemmten und nicht mehr zuschnappten, dadurch ließ sich das Schmutzfach sehr schwierig wieder verschließen. Erst eine zeitaufwendige Zerlegung und Reinigung sorgte dafür dass diese wieder funktionierten.

Schwächen zeigte der Klarstein Cleanhero XR510D auch manchmal bei der Bedienung, so musste manchmal mehrfach die CHARGE-Taste gedrückt werden bis der Roboter sich endlich aufmachte um den Befehl zu befolgen und zur Ladestation zu fahren. Warum die Taste manchmal 4 oder 5 mal gedrückt werden musste, obwohl der Befehl sichtbar empfangen wurde, war uns schleierhaft.

Unsere beiden Videos zum Klarstein Cleanhero

 

Unser Fazit zum Klarstein Cleanhero XR510D

Pauline beim Roboter Test
Auch Pauline sah nach dem Test nicht überzeugt aus

Obwohl der Saugroboter Cleanhero XR510D* durch die beiden zusätzlichen Hauptbürsten eigentlich über ein gutes Bürstensystem verfügt, welches sogar auf Teppich noch eine brauchbare Leistung zeigte, konnte er uns im Test nicht überzeugen. Grund ist einfach die wirre Navigation im Raum, die Hänger aufgrund des ungünstigen Bumper und die eigentlich nicht vorhandene Wandverfolgung. Die guten Ergebnisse auf der Testfläche wurden dadurch einfach im Wohnraum nicht gezeigt, auch nach ca. 90 Minuten wurden eine ganze Reihe von Stellen nicht gereinigt.
Auch der Eindruck der Verarbeitung und die Handhabung konnte nicht überzeugen. Der Schmutzbehälter war umständlich zu entleeren und die Verriegelung neigte zum verklemmen.  Auch ein immer wieder deutlich hörbares Quietschen verstärkte den eher negativen Eindruck.
Das Gerät kostet zwar nur ca. 200 Euro, aber auch da hat das Modell von Sichler NC-5725 (PCR-3550UV) bei nahezu gleichen Preis (siehe Amazon) einfach ein deutlich besseres Ergebnis gezeigt, zumindest auf Hartboden. Wer also nicht mehr als 200 Euro ausgeben möchte und vielleicht nur Hartboden wie Laminat, Vinyl, Fliesen etc. besitzt, der ist unserer Meinung mit dem Sichler Modell besser beraten.

Wer Teppich besitzt oder einfach ein besseres Reinigungsergebnis erzielen möchte, der sollte sich mal den iRobot Roomba 615* oder 650* anschauen. Er ist zwar etwas teurer, hat aber bei uns im Test (Test noch nicht veröffentlicht) einfach noch eine ganze Ecke besser abgeschnitten.

 

Technische Daten des Klarstein Cleanhero Saugroboter XR510D

 Klarstein Cleanhero Saugroboter XR510D
Mittlerer Preis im Handel ca. (in Euro)199 bis 240 €
Fährt automatisch Basisstation nach Reinigung an ja
Per Fernsteuerung bedienbarja (Funk)
Per Handy App bedienbarnein
Per Timer programmierbarja
Raum begrenzenja
Seitenbürste für Randreinigungja, 1
Ersatzteile erhältlichk.a. Bürste ja
FahrstategienRandom-Verfahren, Spiralfahrt
EntfernungssensorenIR-Sensoren
Sensor für Absätze/Treppenkantenja
Sensor für Bodenerkennung (Teppich/glatte Böden)nein
Sensor für optimierte Navigation im Raumnein
HEPA Filter nein
Akku-TechnologieNickel-Metallhydrid Akku 14,4V, 2200 mAh
Leistungsaufnahme in Wattk.a.
Ladezeit bei leerem Akku ca.4 - 5 Stunden
Maßeca. 320 mm x 80 mm
Gewicht mit Akku ca.3,1 kg
Befahrbare Teppichhöhek.a. ca. 1 cm
Staubbehälter Volumenca. 0,37 Liter
Reinigungszeit in unserem Testzimmer (im Schnitt):bis Akku leer ist, min. 1,5 Std.
Laufzeit mit vollem Akku maximal ca. 90-120 Minuten
LautstärkeHerstellerangabe 55 dB / unsere Messung ca. xx dbA
Besonderheitenkeine IR, sondern Funkfernsteuerung mit integriertem Timer

Klarstein Cleanhero XR510D

Klarstein Cleanhero XR510D
7.1

Reinigungsergebnis

60/10

    Ausstattung

    80/10

      Lautstärke

      83/10

        Akkulaufzeit

        76/10

          Eindruck Verarbeitung & Stabilität

          67/10

            Positiv

            • - lange Akkulaufzeit
            • - Gute Teppichreinigung
            • - Funkfernsteuerung (kein IR)
            • - Timer
            • - günstiger Preis

            Negativ

            • - Schwächen bei Eckreinigung
            • - Keine überzeugende Randverfolgung
            • - Schmutzfach etwas umständlich zu entleeren
            • - Bumper hat mit vielen Möbeln Probleme
            • - Teils Hänger am Teppichrand

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            Abruf der Informationen: 08.12.2016 19:04:14. Preise könnten jetzt geringer oder höher sein. -Hinweise hier-

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