ECOVACS Robotics Deebot 4 bzw. D45 im Test

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Betreibt bereits seit 2003 die bekannte Technik-Seite RoboterNetz.de und testet ebenso lang unter anderem auch Haushaltsroboter für verschiedene Seiten. Er gilt als einer der Experten in Sachen Staubsaugeroboter.
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Kleinster Staubsaugerroboter mit Wischfunktion, so wird der noch recht neue Saugroboter Deebot D45 der Firma Ecovacs beworben. Das Modell gehört zu Produktreihe Deebot 4 und zeichnet sich duch eine besonders kompakte Bauweise aus.  Aufgrund der Leistungsdaten und dem günstigen Preis von ca. 229 Euro schien uns das Modell einen Test wert.

Deebot D45 – Klein und niedlich

Test-Ecovacs-Deebot-D45-LadestationBeim Auspacken des Deebot D45* war ich ein wenig überrascht wie klein und niedlich das Gerät doch ist, auf den Produktfotos der verschiedenen Online-Shops sah das Gerät weit größer aus.

Obwohl der Roboter sehr klein wirkt, ist seine Bauhöhe mit 8cm durchaus durchschnittlich für einen Saugroboter, er ist also nicht niedriger als die meisten Roboter. Von daher darf man sich nicht täuschen lassen, unter viele Möbelstücke wird er also nicht besser gelangen als andere Roboter auch. Allerdings kann er sich aufgrund der geringeren Breite von ca. 27cm schon durch kleinere Lücken bewegen.
Das Design des Deebot D45 wirkte auf mich in der Realität doch etwas schicker als es auf den Fotos schien. Der Roboter wirkt auf den ersten Blick auch recht solide und gut aufgebaut, allerdings nicht so edel wie beispielsweise das schicke Hochglanzgehäuse des Sichler NC-5725, welcher in einem ähnlichen Preisbereich angeboten wird.
Zum Lieferumfang des Deebot D45 der Produktreihe Deebot 4 gehört eine automatische Ladestation, eine Fernbedienung, ein Wischmopp und 4 Rotationsbürsten. Eine Raumbegrenzung wie Magnetband oder virtuelle Wand gehört nicht zum Lieferumfang.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Lieferumfang

Lieferumfang als auch eine automatisch Ladestation

Interessant ist, dass das Akku und das Vorderrad des Deebot D45 eine Einheit bildet. Benötigt man also einmal ein neues Akku, dann bekommt man somit gleich ein neues Vorderrad hinzu (oder umgekehrt), offenbar wurde dies aus Platzgründen so entschieden. Das Nickel-Metallhydrid Akku besitzt eine Spannung von 12V und eine Kapazität von 1800 mAh. Daraus ergibt sich eine Akku-Abgabeleistung von 21,6 Wh, welche im Vergleich mit anderen Saugrobotern recht niedrig ist.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Akku-und-Rad

Akku und Vorderad bilden Einheit

Deebot D45 besitzt keine Hauptbürste bzw. Teppichbürste

Wie eine Reihe anderer günstiger Saugroboter, setzt der Deebot D45 alleine auf zwei äußere Rotationsbürsten und eine kleinere mittlere Saugöffnung. Auf eine horizontale Hauptbürste bzw. Teppichbürste wird verzichtet. Also das gleiche Prinzip wie wir es von Sichler NC-5725 oder dem Dirt Devil M 607 Spider kennen. Aber auch teurere Roboter wie der Philips FC8820/01 SmartPro setzen auf das gleiche Prinzip.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-von-unten

Der Nachteil ist natürlich eine begrenzte Reinigungsleistung, da der Schmutz in erster Linie nur gesaugt wird. Die äußeren Bürsten dienen vornehmlich nur dazu den Schmutz vor die Öffnung zu schleudern. Teppiche lassen sich mit einem derartigen Prinzip nicht wirklich reinigen, es werden lediglich oberflächliche Schmutzteilchen angesaugt, das hatten wir ja auch schon bei den anderen getesteten Robotern gesehen. Allerdings ist hier der Hersteller auch ganz ehrlich und schreibt in seinem Handbuch zum Roboter: „Das Gerät ist nicht für den Einsatz auf Teppichen geeignet“. Einen solchen Hinweis vermisst man bei so manch anderem Roboter mit diesem Reinigungsprinzip. Diesen Hinweis vermisst man jedoch auch in der Deebot 45 Produktbeschreibung / Werbung einiger Online-Shops.
Auf Nachfrage hin teilte uns der Hersteller mit, dass der Roboter nur für langflorige Teppiche nicht geeignet ist, was dann wiederum eine andere Aussage als im Handbuch ist.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Lautstaerke

Deebot D45 arbeitet sehr leise

Der Vorteil dieses Reinigungsprinzips besteht neben der preisgünstigen Bauweise darin, dass man praktisch nahezu nie die Bürsten von Haaren befreien muss, also in einem geringeren Wartungsaufwand. Da an Motoren und Mechanik für den stärkeren Bürstenantrieb gespart wird, ergibt sich hier natürlich auch weniger Verschleiß, was eventuell zu einer längeren Lebensdauer führen könnte. Und natürlich spart man Energie, was man für eine längere Laufzeit oder ein kleineres Akku nutzen kann. Leider wurde beim Deebot D45 gleich beides umgesetzt, das Akku wurde kleiner als bei vergleichbaren Saugrobotern gebaut und die Reinigungszeit wurde verglichen mit anderen Staubsaugerrobotern sehr hoch angesetzt.
Nachteil: Es bleibt wenig Energie für die Saugleistung übrig, was sich im Test leider auch zeigte!

Deebot D45 – Timer ohne Uhr

Obwohl der Deebot D45 mit gemessenen 56 dB sehr leise arbeitet und das Geräusch auch relativ angenehm ist, kann er dennoch so programmiert werden, das er stets in Abwesenheit den Raum reinigt. Das Interessante daran ist, dass der Deebot D45 über keinerlei echte Uhr oder Display verfügt, es muss also weder die aktuelle Zeit noch die Reinigungszeit wirklich genau eingegeben werden. Es muss praktisch nur eine Art Timer-Taste gedrückt werden, danach reinigt der Roboter automatisch alle 24 Stunden erneut. Nachteil: Will man den Roboter beispielsweise um 5 Uhr morgens reinigen lassen, so muss man zumindest einmal auch um 5 Uhr aufstehen und die Timer Taste zur korrekten Zeit zu drücken. Diese einfache Art der „Programmierung“ ist also nicht in jedem Fall bequemer als die herkömmliche Eingabe der Zeit.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Fernbedienung

Deebot D45  – Lange Reinigungszeit und Random-Strategie

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Saugzeit

Bis zu 107 Minuten reinigte der Roboter

Wie die meisten günstigeren Saugroboter reinigt auch der Deebot D45 solange, bis seine Akku-Kapazität zu Neige geht. Im Test waren das im Schnitt ca. 100 Minuten, der Hersteller gibt die maximale Reinigungszeit mit 90 Minuten an. Das ist also schon eine extrem lange Reinigungszeit. Diese ist aber auch nötig, denn auch der Deebot setzt in erster Linie bei der Reinigung auf das Random (Zufallsprinzip). Das heißt, im sogenannten AUTO-Modus fährt er ziemlich wild und ohne wirklich erkennbare Strategie durch das Zimmer. Er fährt vorwiegend geradeaus bis er durch ein Hindernis abgelenkt wird. Ab und zu scheint er dabei auch für kurze Zeit in eine Art Wandverfolgungsmodus zu schalten und versucht den Randbereich zu reinigen. Allerdings reinigt er den Randbereich nicht sonderlich konsequent, er verfolgt ihn oft nur ein kurzes Stück. Im Vergleich zum getesteten Sichler NC-5725 oder Klarstein Cleanhero XR510D erschien uns die Randverfolgung des Deebot aber immer noch etwas besser, allerdings war sie deutlich schlechter als beispielsweise beim iRobot Roomba 615.

Neben dem Automatik-Reinigungsprogramm kann man den Roboter wahlweise per Fernbedienung auch direkt in den Punktreinigungsmodus (Spiralmodus) oder Randreinigungsmodus schalten. Erstaunlicherweise schien da die Wandverfolgung wesentlich besser und konsequenter zu erfolgen als im Auto-Modus. Da man aber den Roboter ja in den meisten Fällen per Timer oder Auto reinigen lässt, ist es schade dass der Hersteller im Auto-Modus die Randreinigung ein wenig vernachlässigt.

Deebot D45  – Reinigungsergebnis leider sehr bescheiden

Die Random Navigation / Fahrstrategie des Deebot erschien uns im Test eher zu den etwas weniger intelligenten zu gehören. Sie arbeitete allerdings auf ähnlichem Niveau wie bei anderen Staubsaugerrobotern im ähnlichen Preisbereich. Sie arbeitete ähnlich wie bei dem getesteten Sichler NC-5725, war etwas besser als beim Klarstein Cleanhero XR510D aber deutlich schlechter als bei den etwas teureren Roomba 615/620 Modellen. Das heißt, viele Stellen wurden vielfach abgefahren und andere dagegen kaum. Deutlich war erkennbar dass der Roboter so seine Lieblingsecken hatte bei denen er sich immer wieder lange aufhielt. Aufgrund der extrem langen Reinigungszeit war dennoch nahezu die gesamte Raumfläche mindestens einmal abgefahren. Von unseren verteilten Testpartikel waren praktisch alle aufgesaugt, also im Wohnraum-Test schnitt der Roboter ähnlich gut wie der Sichler NC-5725, allerdings bei deutlich längerer Laufzeit von ca. 100 Minuten.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Katzenstreu-Test
Bei den Saugtests auf unserer Testfläche mit der üblichen Testverschmutzung war das Ergebniss allerdings sehr bescheiden. Bei dem Quarzsand-Test saugte der Saugroboter Deebot D45 nach 20 Minuten Reinigungszeit auf der ca. 2qm Testfläche nur etwa 5% des verteilten Sandes von einem kurzflorigen Teppich. Ein sehr schlechtes Ergebnis, allerdings hat der Hersteller ja selbst im Handbuch geschrieben dass er für Teppich nicht geeignet ist, was sich hiermit nur bestätigt.

Deebot D45 – Problem mit Katzenstreu

Von daher war es interessanter zu sehen wie der Roboter im Test mit Quarzsand, Semmelmehl und Katzenstreu auf Hartboden abschnitt. Aber auch hier war das Ergebnis enttäuschend, zwar wurde Quarzsand und Semmelmehl nach längerer Fahrzeit weitgehend aufgesaugt, allerdings mit dem groben Katzenstreu hatte der Roboter erhebliche Probleme. Statt dieses aufzusaugen, verteilte es es vornehmlich gleichmäßig über die ganze Testfläche und natürlich bevorzugt in die Ecken. Teils schleifte er diese kleinen Steinchen auch ein Stück mit, was zu sichtbaren Kratzern auf der Testfläche führte. Das kann ärgerlich werden wenn man einen teuren Holzboden besitzt.
Nach 30 Minuten brachen wir diesen Test wie gewohnt ab, auch dann war noch der größte Teil des Katzenstreus auf der Testfläche verteilt. Das war das bisher schlechteste Ergebnis, das je ein Saugroboter bei uns gezeigt hat, selbst der kleine günstige Dirt Devil M 607 Spider hatte mit Katzenstreu weniger Probleme. Die Saugleistung scheint also bei dem Deebot relativ gering zu sein, worauf auch die lange Laufzeit, geringe Lautstärke und die Akku-Kapazität deutete.

Deebot D45 – Mopp oder Poliertuch

Test-Ecovacs-Deebot-D45-WischtuchWie viele neuere Saugroboter wirbt auch Ecovacs damit, dass der Deebot nicht nur saugen sondern auch wischen kann. Das bedeutet, dass auch bei diesem Roboter eine Platte mit einen Reinigungstuch auf der Unterseite angesteckt werden kann. Dieses Tuch, oft wird so etwas auch als Mopp bezeichnet, wird vom Roboter quasi über den Boden gezogen und soll zusätzliche Schmutzpartikelchen aufnehmen. Allerdings darf man dann keinerlei Teppich mehr im Raum haben, da sich sonst der Roboter sofort verfängt.
Obwohl im Handbuch nur von einem trockenen Einsatz die Rede ist, betont der Hersteller dass es auch feucht genutzt werden kann.
Im Test hielt sich der Nutzen eines solchen Reinigungstuches allerdings in Grenzen, wie auch zu erwarten ist. Solche Lösungen, bei denen ein Tuch ohne Zwischenreinigung über 1 Stunde über den Boden geschleift wird, sind in der Regel keine wirklichen Hilfen, oft verteilen sie den Schmutz mehr als ihn aufzunehmen. Zudem besteht auch bei diesen Tüchern die Gefahr, dass scharfkantige Schmutzpartikel (Steine/Katzenstreu etc.) Spuren auf dem Boden hinterlassen. Solche Lösungen werden oft nur geschaffen um wieder ein paar Features für die Werbung nennen zu können, von daher gehen wir darauf auch gar nicht nicht näher ein. Generell raten wir von der Verwendung solcher Lösungen ab.

Deebot D45 – Handhabung und praktische Erfahrungen

Die Bedienung des Deebot D45 ist wirklich einfach, man startet den Reinigungsvorgang entweder per Fernbedienung, durch Knopfdruck am Gerät oder durch den angesprochenen 24 Stunden Timer.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-LadestationWenn alles klappt befindet sich das Gerät nach ca. 90 bis 100 Minuten wieder an der Ladestation und lädt sich auf. Leider klappt es aber nicht immer so gut, denn in vielen Fällen verschiebt der Roboter seine eigene Ladestation, so dass er nachher nicht mehr gut andocken kann. Im Test mussten wir etliche Male die Ladestation wieder gerade rücken, irgendwie zog diese den Roboter immer wieder magisch an. Eigentlich sollte so etwas nicht vorkommen, gute Geräte umfahren eigentlich die Ladestation, hier schien es fast umgekehrt. Teppichkanten von etwa 1cm Höhe wurden zwar überfahren, wenn auch etwas holprig, brachten aber den Saugroboter immer wieder vom eingeschlagenen Kurs ab. Möbel mit einem Ständer von etwa 18mm Höhe (wie ein Kratzbaum) führten nicht selten zu einem Hänger bei denen der Roboter manuell befreit werden musste.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Schleift-Blumenstaender-umher

Solche Hindernisse mag der Deebot garnicht

Besonders ungünstig waren Blumenständer die etwa die Breite des Roboters hatten. Hier fuhr der Roboter fast immer zwischen den Beinen hindurch und zog anschließend den Blumenständer durch die ganze Wohnung. Problematisch waren auch Möbel, die einen Bodenabstand von über 6 cm hatten, diese wurden oft nicht gleich als Hindernis erkannt und führten öfters zu durchdrehenden Rädern. Ähnliches hatten wir kürzlich beim getesteten Klarstein Saugroboter gesehen.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-FrontUrsache für viele dieser Probleme ist ein fehlender Bumper, der Roboter detektiert seine Hindernisse offenbar fast ausschließlich durch die Infrarotsensoren. Die Stoßstange scheint nur aus einer Art Schaumstoffband zu bestehen, das keinerlei Rückmeldungen ermöglicht.

Wenn die Infrarot-Sensoren also kein Hindernis melden, dann wird anscheinend das Hindernis nur durch die Überwachung der Räder (vermutlich Motorstromaufnahme bei blockierenden Rädern) , was manchmal etwas dauert, erkannt. Jedenfalls kam es im Test öfters zu durchdrehenden Rädern. Auch bei der Wandverfolgung passierte das manchmal, erstaunlicherweise waren hier selbst Roboter ohne Entfernungssensoren nur mit einem reinen Bumper oft besser.

Beim Test gab es manchmal auch Probleme die Ladestation zu erreichen. Wurde der Deebot per Fernbedienung aufgefordert an die Ladestation anzudocken, so klappte es meistens problemlos. Dagegen klappte es nach der Reinigung manchmal nicht, er blieb dann mit leeren Akku irgendwo vor einem Hinderniss stehen. Offenbar wird die Ladestation erst bei sehr niedrigen Akkuzustand angefahren. Wenn er diese dann nicht schnell genug findet, dann kann ihm schon mal der Saft ausgehen.
Etwas schade war auch, dass der Roboter mit der Fernbedienung zwar recht einfach im Raum gesteuert werden konnte, jedoch nicht während er reinigt. Er muss also immer zu einem Punk gesteuert werden und danach muss eines seiner Reinigungsprogramme aktiviert werden. Um gezielt eine bestimmte Stelle zu reinigen, war dies aber etwas umständlich, da das Reinigungsprogramm ja nicht immer die Stelle befährt, die es soll!

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Schmutzfach-Klappe

Schmutzfach war nicht immer ganz dicht beim Entnehmen

Das Schmutzfach ist leicht von oben zu entnehmen, allerdings muss man beim Entnehmen und Entleeren darauf achten, dass kein Schmutz herausfällt, da sich die Saugöffnung an einer Schräge der Unterseite befindet. Der Deebot verfügt zwar ähnlich wie der Saugroboter von Sichler über eine Art Rückschlagklappe am Schmutzbehälter, diese ist jedoch sehr leicht und einfach konzipiert und wurde im Test mehrfach alleine durch die Schmutzpartikel offen gehalten.

Dagegen ist der Filter am Staubfach recht aufwendig aufgebaut, gleich mehrere Schichten sollen verhindern dass weder grober Schmutz noch Feinstaub in die Luft gelangt. Leider erschwert der mehrlagige Aufbau die Wartung und Reinigung ein wenig. Zudem empfanden wir den Aufbau, angesichts der geringe Saugleistung dieses Roboters, einfach für etwas überdimensioniert.

Insgesamt machte das Schmutzfach und dessen Reinigung keinen sehr überzeugenden Eindruck, Lösungen wie beim Schmutzfach des Sichler NC-5725 (PCR-3550UV) aber auch schon beim Dirt Devil M 607 Spider machten einen besseren Eindruck.

Bemerkenswert ist, dass der Deebot D45 laut Hersteller über integrierte Infrarot-Sensoren zur Schmutzerkennung verfügen soll. In dieser Preisklasse ist das eher ungewöhnlich. Allerdings konnten wir nicht feststellen wo diese sitzen und auch im Test konnten wir kein Verhalten feststellen, dass auf diese Sensoren schließen lies.

Video zum Deebot D45

Fazit zum Deebot D45 der Produktreihe Deebot 4

Aufgrund des günstigen Preises von knapp über 200 Euro darf man von dem Deebot D45 in Bezug auf Reinigungsleistung nicht zuviel erwarten. Die Saugleistung war auch in diesem Preisbereich eher unterdurchschnittlich. Auch die lange Laufzeit kann diesen Nachteil nicht vollständig kompensieren.

Test-Ecovacs-Deebot-D45-Teppich

Für Teppich ist der Saugroboter daher kaum geeignet, aber auch für Besitzer von Katzen die vielleicht auch mal Katzenstreu im Zimmer verteilen eignet sich der Roboter nicht. Gröberes Katzenstreu wird praktisch kaum aufgenommen. Eine Sprachausgabe oder akustische Rückmeldung beim Andocken oder Start gibt es leider auch nicht, weshalb auch der Spaßfaktor, der beim Kauf eines Saugroboters einen gewisse Rolle spielen kann, etwas zu kurz kommt.

Alles in allem konnte die Leistung leider nicht überzeugen, der kürzlich getestete Sichler NC-5725 (PCR-3550UV), welcher sogar günstiger ist, zeigte dass es auch in diesem Preisbereich deutlich besser geht, siehe auch unsere Empfehlungsseite.

 

 

Deebot D45 Preise

Ecovacs DEEBOT D45*
von Ecovacs
Mit einem Durchmesser von 30cm ist der DEEBOT D45 der kleinste Staubsaugerroboter. Absolutes Highlight ist sein optionaler Wischaufsatz, der angefeuchtet Hartböden gleichzeitig feucht wischen kann. Sehr praktisch und einfach in der Bedienung: Drücken Sie den Startknopf auf dem Roboter oder auf der Fernbedienung und er startet direkt seinen Reinigungsvorgang.
  • Ideal für die Bodenreinigung zwischendurch
  • Mit Polierfunktion
  • Einfach programmierbar, mit Fernbedienung
  • Auto-, Rand- und Punktreinigung
  • Extra lange Akku-Lebensdauer
  • Automatischer Aufladevorgang
  • Hinderniserkennung, Absturzsensoren
  • Schallleistungspegel (in dB): 52
 Preis nicht verfügbar Zum Amazon Shop*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2017 um 2:28 . Die angezeigte Preise könnten sich evtl. inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Leistungsdaten und Bewertung zum Ecovacs Deebot 4 bzw. D45

 Evovacs Deebot D45
Mittlerer Preis im Handel ca. (in Euro)229 €
Fährt automatisch Basisstation nach Reinigung an ja
Per Fernsteuerung bedienbarja
Per Handy App bedienbarnein
Per Timer programmierbarja (24 Stunden Rhythmus)
Raum begrenzennein
Seitenbürste für Randreinigungja, 2
Ersatzteile erhältlichja z.B. Filter
FahrstategienRandom-Verfahren, Spiralfahrt, Randreinigung
EntfernungssensorenIR-Sensoren
Sensor für Absätze/Treppenkantenja,3 IR Sensoren
Sensor für Bodenerkennung (Teppich/glatte Böden)nein
Sensor für optimierte Navigation im Raumnein
Sensor für Schmutzerkennungja, laut Hersteller IR-Erkennung
HEPA Filter nein
Akku-TechnologieNickel-Metallhydrid Akku 12V, 1800 mAh
Leistungsaufnahme in Wattk.a.
Ladezeit bei leerem Akku ca.3 - 4 Stunden
Maßeca. 269 x 262 x 80
Gewicht mit Akku ca.2,1 kg
Befahrbare Teppichhöhek.a. ca. 1 cm
Staubbehälter Volumen450 ml
Luftgeschwindigkeit (im Saugkanal vor dem Schmutzbehälter, eigene Messung) ca.13 m/s
Reinigungszeit in unserem Testzimmer (im Schnitt):bis Akku leer ist, ca. 1 Std 45 Minuten
Laufzeit mit vollem Akku maximal ca. 90-100 Minuten
LautstärkeHerstellerangabe 52 dB / unsere Messung ca. 56 dB
BesonderheitenIntervallreinigung im 24 Stunden Rhythmus, Wischmop, nicht für Teppich geeignet

 

 

Bewertungskriterien - Was diese bedeuten (zum Lesen aufklappen)

Die Leistung eines Roboter-Staubsaugers in einer Zahl auszudrücken ist immer problematisch, egal wie sorgfältig und ausgeklügelt das Bewertungssystem ist bzw. die Beurteilungen und Messungen erfolgen. Das liegt zum einen daran, dass die Räumlichkeiten, Möblierung, Bodenbelege bei jedem von Euch anders aussehen werden. Zum anderen sind die Anforderungen und Vorstellungen von dem was der Roboterstaubsauger leisten soll, bei vielen völlig unterschiedlich. Es ist daher schwer eine Bewertung zu schaffen, die allen Vorstellungen gerecht wird.

Dennoch haben wir versucht die Leistung der Saugroboter auch in einer Bewertung (sprich Punktzahl 1 bis 10) wiederzugeben. Da wir allerdings in den letzten Jahren schon unzählige Saugroboter getestet haben,  konnten wir darin auch unsere lange Erfahrung einbringen.

Hier nur eine kurze Erläuterung zu den Bewertungskriterien, genauere hinweise zur Bewertung findet ihr auf der Seite: Bewertungskriterien

Als Hilfestellung hier nur eine kurze Erläuterung zu den einzelnen Bewertungskriterien:

Reinigung Teppich

Diese Bewertung ist vor allem wichtig wenn Ihr Teppich im Haus habt, je höher der Wert desto besser! Habt ihr keinen oder kaum Teppich im Haus, ist diese Bewertung für euch weniger wichtig.Die Bewertung basiert auf Tests mit Quarzsand auf verschiedenen Teppichen, sowohl auf unserer Testfläche als auch im Wohnraum. Auch die Aufnahme von Katzenhaaren und Aufnahme von Haushaltschmutz wurde beurteilt. Die höchste Gewichtung hat der 20 Minütige Quarzsandtest.

Hartboden & Ecken/Ränder

Diese Bewertung ist vor allem dann wichtig wenn Ihr sogenannten Hartboden im Haus habt, also z.B. Laminat, Parkett, Vinyl, Fliesen oder ähnliches. Da Hartboden relativ einfach zu saugen ist, solltet ihr hier auf einen möglichst hohen Wert achten.

Um die Fähigkeiten auf Hartboden zu bewerten haben wir mehrere Tests mit Quarzsand, aber auch grobem Katzenstreu und Semmelmehl (Paniermehl) auf unserer Testfläche gemacht. Die Ergebnisse setzen sich aus Beurteilungen in zeitlichen Abständen und Messungen der aufgenommenen Schmutzmenge zusammen. Um die Randreinigung zu testen wurde zudem Schmutz gezielt am Rand der Testfläche verteilt, zudem wurde die Randverfolgung in den Wohnräumen beurteilt.

Navigation / Fahrverhalten

Diese Bewertung gibt an wie schnell und wie genau der Saugroboter einen Wohnraum oder eine Etage abfährt. Je höher der Wert, desto kürzer ist gewöhnlich auch die benötigte Reinigungszeit.  Diese Angabe ist vor allem dann wichtig, wenn Ihr mit dem Roboter mehr als einen Raum in einem Durchgang reinigen wollt. Wenn Ihr den Roboter ohnehin immer nur  einzelne Räume saugen lassen wollt, vielleicht sogar in Abwesenheit per Timer, dann ist dieses Kriterium weniger wichtig.Roboter mit Zufallsstrategie (Random-Fahrstrategie) haben hier immer eine niedrigere Bewertung, dennoch müssen diese bei einzelnen Räumen nicht weniger gründlich reinigen. Nicht selten sind Random-Roboter bei einzelnen Räumen sogar gründlicher. Werden jedoch mehrere Zimmer in einem Reinigungsvorgang gesaugt, dann wiederum nicht diese Bewertung sehr wichtig.Bewertet werden aber auch andere Dinge wie das Auffinden der Ladestation, Erkennung von flachen Hindernissen, Navigation im dunklen etc. (näheres siehe hier)

Handhabung / Komfort

Diese Bewertung gibt an wie komfortabel und einfach der Saugroboter im Alltag genutzt werden kann. Da es bezüglich der Handhabung unterschiedliche Vorstellungen und Gewohnheiten gibt, solltet man diese Bewertung nicht Übergewichten.Bewertet wird u.a. der Umgang mit dem Schmutzfach, Filter, Bürste und ob Dinge wie Fernbedienung, virtuelle Wand, Timer die Arbeit erleichtern. Auch eine kurze Reinigungszeit erhöht die Bewertung da dies im Alltag praktischer ist.

Ausstattung / Funktionen

Diese Bewertung gibt an was alles zum Lieferumfang gehört bzw. welche Funktionen und wichtigen Sensoren vorhanden sind.Unter anderem wird bewertet ob Timer, Ladestation, Smarthone-App,Feinstaubfilter, WLAN, Wischfunktion, Schmutzsensor, Sensor zur Raumorientierung und vieles mehr vorhanden sind. Berücksichtigt wird auch die Kapazität des Akkus und des Schmutzbehälters. Dabei werden bestimmte Dinge wie z.B. Ladestation natürlich höher gewichtet.

Alle Bewertungen haben wir sehr sorgfältig mit hohem Zeitaufwand erstellt. Wir führen unsere Tests neutral, objektiv und sachkundig durch. Beurteilungen erfolgen nach Möglichkeit immer vom gleichen Experten um unterschiedliche Einschätzungen zu vermeiden. Trotz großer Sorgfalt können wir natürlich auch Fehler machen, daher können wir keinerlei Gewähr für die Bewertungen und Aussagen übernehmen. Nähere Infos auf der Seite Bewertungskriterien.

Wir hoffen der Test konnte euch helfen. Wenn ihr uns unterstützen wollt, empfehlt uns weiter.

Unsere Punkte könnt Ihr auch in eine Note umrechnen / Bewertungszuordung

  • 0 -2,4 Mangelhaft
  • 2,5 bis 4,4 Ausreichend
  • 4,5 bis 6,4 Befriedigend
  • 6,5 bis 8,4 Gut
  • 8,5 bis 10 Herausragend

4.7 Testergebnis
Befriedigend

Sehr kompakter und leiser Saugroboter für Hartboden. leider bietet er nur eine sehr geringe Saugleistung und hat daher beispielsweise schon mit Katzenstreu auf Hartboden Probleme. Für Teppich ist er daher nicht geeignet.

Reinigung Teppich
1.7
Reinigung Hartboden & Ecken/Ränder
5.1
Navigation / Fahrverhalten
4.9
Handhabung / Komfort
7.8
Ausstattung / Funktionen
4.1
POSITIV
  • Einfache Handhabung
  • 24 Stunden Timer
  • geringer Wartungsaufwand
NEGATIV
  • keine Teppich-Hauptbürste
  • geringe Reinigungsleistung
  • für Teppich wenig geeignet
  • teils Hänger an Möbeln
  • beim Entleeren kann Schmutz herausfallen
2 Kommentare
  1. Antworten
    Tolga 4. März 2016 um 11:49 Uhr

    Hi Frank,
    vielen dank für deinen ausführlichen Praxistest.
    ich finde diese Robotersauger ja wirklich sehr „niedlich“ und futuristisch, aber wie du auch in diesem Test feststellst, bringen Sie nicht annähernd die Leistung wie gute Handstaubsauger, besonders auf Teppichböden.
    Werde deinen Blog weiter verfolgen und neue Modelle immer wieder in Betracht ziehen.

    Schöne Grüße aus Berlin,
    Tolga

  2. Antworten
    silvie 8. März 2016 um 16:10 Uhr

    Hallo Frank, der Artikel ist wirklich sehr hilfreich… ich vermute vor allem für meinen Mann! Herzlichen Dank und LG aus Frankfurt!

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