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Betreibt bereits seit 2003 die bekannte Technik-Seite RoboterNetz.de und testet ebenso lang unter anderem auch Haushaltsroboter für verschiedene Seiten. Er gilt als einer der Experten in Sachen Staubsaugeroboter.
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ILIFE hat mit dem ILIFE Beetles A8 jetzt erstmalig einen Saugroboter mit intelligenter Raumorientierung auf dem Markt gebracht. Wir haben den ILIFE A8 jetzt mehrere Wochen ausgiebig getestet . In diesem Test erfahrt Ihr wie es mit der Reinigungsleistung bestellt ist und in welchen Bereichen der neue ILIFE A8 seinen Vorgänger ILIFE A6 übertrifft und wo er noch Schwächen hat. Ihr erfahrt auch warum es der ILIFE A8 trotz der MultiRoom-Funktion nicht auf die Empfehlungsseite geschafft hat und warum in einigen Fälle sogar der Vorgänger ILIFE A6 Vorzüge hat.

ILIFE A8 deutlich teurer als sein Vorgänger A6

ilife-a8-test-beetles-verpackung-400pxSaugroboter der ILIFE-Serie sind bei vielen Lesern recht beliebt, da die Geräte optisch sehr ansprechend gestaltet sind und die Bedienung auch für Roboter Einsteiger unkompliziert ist. Aber natürlich auch weil ILIFE Saugroboter ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufzeigen. Angesiedelt sind die meisten Modelle in der untersten Preiskategorie, weshalb ILIFE Modelle oft als Einstiegsmodelle gekauft werden. Nicht zuletzt aus diesen Gründen werden ältere ILIFE-Modelle auch von der Firma Medion unter dem Markenname Medion angeboten. Die neueren ILIFE-Modelle, wie diesen ILIFE Beetles A8 bekommt man u.a. hier über Amazon* oder noch etwas günstiger hier über Gearbest*. Bitte beachten, dass die Bezeichnung ILIFE A8 und ILIFE Beetles A8 für den gleichen Roboterstaubsauger stehen. Weitere Bezugsquellen findet Ihr in unserem Preisvergleich, welcher wie immer täglich neu aktualisiert wird.

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Zuletzt aktualisiert am 19. February 2019 um 1:18 . Die angezeigte Preise könnten sich evtl. inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.
ILIFE Beetles A8

Kompakter Saugroboter mit MultiRoom-Navigation sowie Timer und Fernbedienung.

ilife-a8-test-beetles-saugroboter-titelWie aus dem Preisvergleich zu ersehen ist, ist der neue Saugroboter ILIFE A8 aktuell deutlich teurer als der ILIFE A6 obwohl er optisch zum Verwechseln ähnlich aussieht. Zum Zeitpunkt des Tests lag der übliche Verkaufspreis ca. 100 bis 150 Euro über dem ILIFE A6-Preis. Der Grund ist vornehmlich die neue Elektronik und Software. Bislang navigierten ILIFE-Saugroboter, wie die meisten Einstiegsmodelle, nur nach dem Zufallssystem (Random-Fahrstrategie) durch die Räume. Durch ihre lange Laufzeit erzielten sie zwar dennoch gute Reinigungsergebnisse, aber ein ILIFE A6 brauchte dann auch schon mal über 80 Minuten für einen einzigen Raum. Mehrere Räume kann man generell schlechter mit günstigen Random-Robotern wie dem A6 saugen lassen weil es dann vermehrt ausgelassene Stellen gibt oder Probleme die Ladestation zu finden. Wir empfehlen daher Random-Roboter wie den den ILIFE A6 aber auch andere Modelle, immer nur zum Reinigen einzelner Räume zu nutzen.

Das soll jetzt alles mit dem neuen ILIFE A8* anders sein. Mit seiner Kamera orientiert er sich an der Decke und weiß somit immer wo er sich gerade befindet. Dadurch kann er Räume jetzt viel gezielter abfahren und natürlich die Reinigungszeiten erheblich verkürzen. Unser Testraum wird jetzt beispielsweise in 12 bis 18 Minuten gesaugt. Zudem hat er jetzt auch keine Probleme mehr mit dem Reinigen mehrerer Räume. Die neue Kamera-Technik ist nicht wirklich neu, Saugroboter wie der Roomba 980 oder viele LG Modelle nutzen schon lange diese Technik zur Raumorientierung, allerdings sind diese Saugroboter in einer weit höheren Preiskategorie angesiedelt. Wir waren deshalb sehr gespannt wie gut das beim neuen ILIFE A8 umgesetzt wurde.

ILIFE A8 – Ausstattung und Lieferumfang

ilife-a8-test-beetles-lieferumfang

Lieferumfang des ILIFE A8 mit Kamera

ILIFE A8 besticht durch kompakte und schicke Bauform

Geliefert wird der ILIFE A8 gut verpackt in einem schicken Karton. Beim Auspacken fällt einem sofort die Ähnlichkeit zum Model ILIFE A6 auf. In der Tat hat sich äußerlich fast nichts verändert, übersieht man die Kamera, direkt neben dem Start-Taster, so kann man die Geräte wirklich verwechseln. Die Verarbeitung und die schicke Hochglanzoberfläche wirken wieder sehr edel. Sehr schön ist auch wieder die gleiche kompakte Bauform. Wir haben eine Höhe von ca. 7,4cm und einen Durchmesser von 31,4 cm gemessen. Damit ist er praktisch genauso groß wie der Vorgänger und deutlich niedriger als viele andere Saugroboter. Der Vorteil liegt auf der Hand, der Saugroboter kann auch unter niedrigen Möbeln (z.B. Couch oder Tisch) saugen.

ilife-a8-test-beetles-draufsicht

Auch auf der der Unterseite gibt es keine nennenswerten Veränderungen, der ILIFE A8 ist praktisch genauso aufgebaut wie der Vorgänger ILIFE A6. Sogar ein Austausch der Ersatzteile wie Bürsten, Filter und Akku sollte daher kein Problem darstellen.

ilife-a8-test-beetles-unteransicht

ILIFE A8 – jetzt gibt es zwei Bürsten für bessere Haaraufnahme

Deutliche Unterschiede gibt es allerdings beim Lieferumfang. So wird der neuen Saugrobter ILIFE A8 jetzt mit zwei verschiedenen Bürsten ausgeliefert. Enthalten ist eine 14cm breite Gummi-Lamellenbürste wie beim ILIFE A6, aber auch eine herkömmliche Teppichbürste mit Borsten.

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In unserem Test zeigten bei den meisten Verschmutzungen beide Bürsten in etwa die gleiche Leistung, lediglich bei der Haaraufnahme war die herkömmliche Bürste gründlicher. Nachteil ist allerdings auch, dass sich Haare in dieser Bürste deutlich mehr verfangen als in der Lamellenbürste. Zum Reinigen liefert der Hersteller daher auch ein kleines Reinigungswerkzeug mit. Hat man keinen Teppich ist die Gummi-Lamellenbürste in der Regel immer von Vorteil, da hier auch die Haaraufnahme ausreichend gut ist. Bei Teppich sollte man am besten selbst austesten was für einem auf Dauer die praktischste Lösung darstellt.

ILIFE A8 – keine Möglichkeit der Raumbegrenzung

Beim Modell ILIFE A6 gab es noch eine Raumbegrenzung wie eine Lichtschranke (virtueller Lightwall). Leider ist diese beim ILIFE A8 nicht mehr dabei. Auch optional soll es weder ein Lightwall noch ein Magnetband für den ILIFE A8 geben. Es gibt also keinerlei Möglichkeit mehr den Roboter von einem Bereich fernzuhalten oder in einem Raum einzusperren, das empfanden wir als echten Nachteil. Gerade wenn man Tiere hat, kann man nicht immer alle Räume schließen, die Katze möchte schließlich ihr Katzenklo erreichen. Durch die neue Raumorientierung kann man zwar jetzt getrost auch mehrere Räume saugen lassen, jedoch muss man dann schon etwas aufräumen und herumliegende Kabel etc. beseitigen, nicht immer will man das. Und gerade weil der ILIFE A8 ja besonders für größere Bereiche konzipiert zu sein scheint, ist es verwunderlich das der Hersteller diese Option weggespart hat.

Fernbedienung des ILIFE A8 im neuen Design

Die Fernbedienung ist von der Funktionalität und Bedienung praktisch gleich geblieben, nur optisch ist sie etwas anders gestaltet. Ehrlich gesagt hat mir das alte Design besser gefallen, aber das ist sicher auch Ansichtssache.

Es gibt Tasten für folgende Funktionen:

  •  Saugvorgang starten
  • Pfeil-Tasten bzw. Steuerring für manuelle Steuerung
  • Taste für maximale Saugstärke
  • Rückkehr zur Ladestation
  • Randreinigung starten
  • Spotreinigung starten
  • Zeit einstellen
  • Timer einstellen

Ein LCD zeigt die aktuelle Uhrzeit und die täglich programmierte Reinigungszeit an. Die Bedienung ist sehr einfach und kann innovativ schnell erfasst werden. Auch die manuelle Steuerung des Saugroboters ist weiterhin recht gut möglich wenn man diese etwas auf den Roboter ausrichtet. Schade ist lediglich, dass man weiterhin nur eine Reinigungszeit pro Tag vorprogrammieren kann. Warum dies gerade beim ILIFE A8 ein Manko ist, darauf komme ich hier im Test noch zu sprechen.

ILIFE A8 – Gleiche Ladestation und gleiches Manko

ilife-a8-test-beetles-ladestation

Der weitere Lieferumfang ist praktisch identisch. Es wird offenbar die gleiche Ladestation wie beim Modell A6 mitgeliefert. Das Design ist weiterhin etwas gewöhnungsbedürftig, aber ihren Dienst tat sie gut. Das altbekannte Problem, dass der Saugroboter um die Ladestation selbst nicht wirklich reinigt, ist allerdings beim ILIFE A8 ebenso vorhanden.

ilife-a6-ladestation-problem

Der Bereich um die Ladestation wird nicht gereinigt (das gilt für A8 genauso wie für A6 Modell)

Die Ladestation erfordert zudem recht viel freien Platz, laut Doku auf jeder Seite 1m und davor sogar 2m Freiraum. In der Praxis gab es zwar keine Andock-Probleme wenn der Platz etwas kleiner ist, jedoch kann es dann passieren dass bestimmte Bereiche nicht mehr gereinigt werden. In unserem Testbereich wurde beispielsweise der komplette Bereich links neben dem Kratzbaum nicht mehr gereinigt weil die Ladestation dies durch ihren Sperrbereich blockierte. Wir müssten also eigentlich die Ladestation noch weiter rechts aufstellen um das zu beseitigen. Ein Manko, das wir schon vom ILIFE A6 kannten, aber beim moderneren A8 nicht erwartet hätten.

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Der rot markierte Bereich wird gar nicht mehr befahren (wegen Sperrkreis)

Da der ILIFE A8 ja ein CE-Zeichen besitzt und auch in Deutschland verkauft wird, hat er selbstverständlich auch ein Netzteil welches in deutsche Steckdosen passt (das gilt sowohl für Amazon* und GearBest* Angebote). Und auch das Handbuch hat einen deutschen Teil welcher die Bedienung ausreichend gut beschreibt.

Neben den Batterien (Typ Micro AAA) für die Fernbedienung werden als Ersatz noch ein zweiter Hepa-Feinstaubfilter und zwei Seitenbürsten mitgeliefert.

ILIFE A8 – Die Akku-Kapazität und Resume-Funktion

Betrieben wird der ILIFE A8 wieder mit einem Lithium Akku mit 14,8V bei 2600 mAh Kapazität, also praktisch das Gleiche wie beim ILIFE A6. Mit dieser Kapazität schafft der Saugroboter bei uns eine Laufzeit von 88 Minuten im MAX Modus, die angegebenen 90 Minuten werden also durchaus erfüllt. Im Vergleich mit anderen Saugrobotern würde ich die vorhandene Kapazität als  durchschnittlich bezeichnen, Spitzenmodelle wie ein Roborock oder Xiaomi Mi haben mehr als das doppelte, aber es gibt auch teure Marken die ähnlich ausgelegt sind. Da der ILIFE A8 aber dennoch eine so lange Laufzeit erreicht, ist schon zu erahnen dass die Saugleistung nicht auf allerhöchstem Niveau liegen kann.
Die Akku-Kapazität ist aber für den ILIFE A8 auch gar nicht so sehr von Bedeutung, da er auch über eine sogenannte Resume-Funktion (oder Zwischenladefunktion) verfügt. Reicht die Akkukapazität nicht aus um eine Reinigung abzuschließen, dann fährt der Roboter selbstständig zur Ladestation, lädt auf und führt dann selbstständig die Reinigung fort. Somit ist zumindest von der Akku-Kapazität nicht beschränkt, er könnte selbst sehr große Wohnungen saugen. In der Praxis schafft er eine durchschnittliche Etage mit vielleicht 4 Zimmern ohne Probleme auch ohne Zwischenladung.

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LLIFE A8 beim laden – auch Zwischenladen ist jetzt möglich

Alles in allem bietet der ILIFE A8 einen recht ordentlichen Lieferumfang und Ausstattung, lediglich ein Lightwall wäre bei dem Preis noch schön gewesen, zumal immer mehr Mitbewerber virtuelle Begrenzungen per App bereitstellen.

ILIFE A8 im Test und in der Praxis

Inbetriebnahme und Start des ILIFE A8

Die Inbetriebnahme des ILIFE A8 ist denkbar einfach. Einfach die Ladestation aufstellen und das Netzteil in die Steckdose stecken. Die Saugroboter an der Seite einschalten und auf die Ladestation stellen und erst mal ein paar Stunden laden lassen. Zwischenzeitlich kann man an der Fernbedienung schon mal die Uhrzeit einstellen.

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aber gleiche Funktionen

Tja das war es schon, jetzt kann man jederzeit den Roboter per Fernbedienung oder über die Taste am Roboter starten. Da der Roboter nach einigen Minuten immer in den Sleep-Modus geht um Energie zu sparen, muss man beim Start oft zweimal die Starttaste drücken. Der erste Tastendruck weckt den Roboter, der zweite Tastendruck startet den automatischen Reinigungsvorgang. Ungewöhnlicherweise gilt das sowohl für die Taste am Saugroboter als auch die Taste an der Fernbedienung. Zudem startet der Roboter auch erst einige Sekunden nach dem zweimaligen Betätigen der Taste, dies ist manchmal etwas irritierend da man so keine klare Rückmeldung erhält ob man nun schon zweimal oder erst einmal gedrückt hat. Es kann also schon mal passieren dass man zu oft drückt und den Roboter wieder stoppt. Sicherlich eine Sache der Gewöhnung, jedoch hätte man das auch besser lösen können.

Die Stromaufnahme nach dem Aufladen im Sleep-Modus beträgt übrigens wie beim Vorgänger 0,7 Watt, was ein durchaus guter Wert ist. Ist der Roboter einmal komplett entladen, was eher selten vorkommt, dann beträgt die maximale Ladezeit etwa 4 bis 5 Stunden.

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Energieverbrauch im Standby ist gering

Fast alle Kommandos werden beim ILIFE A8 durch eine englische Sprachausgabe quittiert. Leider ist die Sprachausgabe nur in englisch verfügbar und zudem noch relativ leise. Aus etwas größerer Entfernung ist die Sprache oft schwer verständlich, was schade ist.

Nervig, Saugstufe Max oft nicht erkennbar

ILIFE MAX-Taste

ILIFE A8 MAX-Taste

Der Saugroboter ILIFE A8 hat zwei Saugstufen. Direkt nach dem Starten kann man die MAX-Taste drücken, um die maximale Saugstärke zu aktivieren. Auch dieses Kommando wird zwar durch die Sprachausgabe signalisiert, man sieht aber danach nicht ob nun Max ein- oder aus ist. Das ist oft etwas nervig, weil man nicht genau weiß welche Saugstärke aktuell eingestellt ist. Das eigentliche Sauggeräusch ist nur sehr gering im maximalen Modus lauter, daran kann man die Saugstufe gewöhnlich nicht erkennen. Hier fehlt einfach eine LED am Roboter oder eine Anzeige im Display der Fernbedienung. Verbessert wurde offenbar, dass der Max-Modus jetzt auch aktiviert bleibt, wenn der Roboter an die Ladestation andockt und später wieder gestartet wird. Man muss ihn daher nicht immer noch mal extra aktivieren. Im Test hatten wir allerdings den Eindruck, dass der Saugunterschied zwischen Normal- und Max relativ gering ist, von daher fragt man sich warum man nicht generell die maximale Saugleistung nutzt und die Taste weg lässt. Der fast nicht wahrnehmbare Lautstärkeunterschied kann kein Grund gewesen sein.

ILIFE A8 – Saugtest im Wohnraum

ilife-a8-test-beetles-unter-couchWie immer haben wir auch den Saugroboter ILIFE A8 in unserem Testwohnraum getestet um ihn mit anderen Saugrobotern vergleichen zu können. Wir haben also wieder überall im Raum Konfetti verstreut und ihn dann einmal mit der Bürste und einmal mit der Gummilamellen-Bürste saugen lassen. Bei allen Saugtests haben haben wir natürlich immer die maximale Saugstärke aktiviert. In unserem Saugroboter Testvideos könnt Ihr selbst nachvollziehen wie der Roboter navigiert und reinigt. Da wir das ja mit allen Roboterstaubsaugern so machen, könnt Ihr gerne auch selbst die Videos vergleichen und Euch euer eigenes Urteil bilden. Der Test mit dem Konfetti zeigt recht gut wie der Roboter navigiert und ob er auch wirklich alle Stellen abfährt.

In unserem ersten Testdurchlauf reinigte der ILIFE A8 das Testzimmer in 18 Minuten. In anderen Testdurchläufen war die Zeit immer leicht unterschiedlich, im Schnitt lag die Zeit für 20 qm bei ca. 12 bis 18 Minuten. Selbst 3 Zimmer schaffte der Saugroboter in 23 Minuten, also die Reinigungszeiten sind schon recht kurz.

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Hier hielt er sich manchmal überraschend lang auf

Wenn er länger brauchte, lag es daran dass der Roboter manchmal etwas Navigationsprobleme hat wenn ein Hindernis wie ein Stuhlbein direkt neben einer Teppichkante lag. Bei uns trat das öfters unter der Couch auf, hier konnte sich der Roboter dann auch nicht an der Decke orientieren was manchmal dazu führte dass er sich an einer Stelle übermäßig lange hin und her bewegte. Befreien konnte er sich allerdings immer, es kostete halt nur ein paar Minuten Zeit. Ansonsten zeigte er im normalen betrieb keinerlei Probleme an Teppichkanten, auch etwas höhere Teppiche von 15mm werden ohne Probleme befahren.

Zu beobachten war, dass der Roboter schon versuchte den Raum in sinnvollen Bahnen abzufahren. Weitgehend gelang dem Roboter dies schon recht gut, allerdings war die Navigation keineswegs so ausgeklügelt und präzise wie es Roboter mit der noch moderneren Laser-Navigation schaffen. Also Saugroboter wie beispielsweise Roborock, Xiaomi Mi Robot, 360 S6 oder Deebot OZMO 930 waren hier schon deutlich genauer unterwegs. Stuhlbeine und Hindernisse konnten den Roboter manchmal schon mal schon etwas von der eigentlichen Bahn abbringen. Auch waren die Bahnen noch meiner Meinung nicht überlappend genug ausgelegt, was wir später noch auf unserer Testfläche sehen werden. Man muss bedenken, dass die Bürste nur 14cm breit ist, von daher wäre es natürlich wünschenswert wenn die Bahnen diesen 14cm Versatz nicht überschreiten. Zwar hat der Roboter zwei Seitenbürsten, jedoch sind Seitenbürsten nie so effizient wie die Hauptbürste.

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Im Wohnraum waren wir etwas enttäuscht vom ILIFE A8

Das Reinigungs-Ergebnis im Wohnraum hat uns am Ende doch etwas enttäuscht. Wie man im Video sieht, blieben doch an vielen Stellen noch einzelne Schnipsel zurück, sauber sieht eigentlich anders aus. Das hier und da mal ein Schnipsel hängen bleibt ist durchaus bei Saugrobotern vertretbar, aber hier waren es doch etwas viele.

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Der rot markierte Bereich wird gar nicht mehr befahren (wegen Sperrkreis)

Um die Ladestation selbst saugt der ILIFE A8 quasi überhaupt nicht, der Sperrkreis ist wie beim ILIFE A6 einfach sehr groß. Der Sperrkreis soll eigentlich nur dafür sorgen, dass der Roboter die Ladestation nicht verschiebt, hier fällt er deutlich zu groß aus. Wie schon oben erwähnt führt der Sperrkreis sogar dazu, dass der Saugroboter nicht mehr neben den Kratzbaum fahren kann, also auch diese Ecke bleibt dann ungereinigt. Sicher hätte man das vermeiden können wenn wir die Ladestation noch 50cm nach rechts gestellt hätten, aber wer hat schon soviel freien Platz in seinem Wohnraum?

Das Reinigungsergebnis vom ILIFE A8 fällt bei einzelnen Räumen deutlich schlechter aus als beim Vorgänger ILIFE A6. Die Reinigungszeit ist einfach für eine gründlich Reinigung zu kurz. Da er den Raum in Bahnen abfährt, fährt er im besten Falle nur einmal über jede Stelle, was er hier nicht gleich erfasst bleibt liegen. Zudem neigen die Seitenbürsten dazu, größere Partikel weg zu schleudern, zum Teil in Bereiche die er schon abgefahren hat, auch diese bleiben dann natürlich liegen. Der Vorgänger ILIFE V6 arbeitet nur nach dem Zufallsprinzip, saugt aber wesentlich länger und überfährt so die meisten Stellen mehrfach, daher zeigte er das bessere Reinigungsergebnis.

Wünschenswert wäre hier gewesen, dass er zumindest den Raum zweimal abfährt, am besten je Durchlauf um 90 Grad versetzt. Auch etwas mehr überlappende Bahnen hätten der Navigation gut getan. Viele Roboter kann man zumindest mehrfach am Tag per Timer starten um eine etwas schlechtere Reinigungsleistung auszugleichen, leider geht aber auch dies bei dem ILIFE A8 nicht.

ILIFE A8 – Navigation in mehreren Räumen

ilife-a8-testbericht-etage-reinigenEin Vorteil beim ILIFE A8 ist allerdings, dass er auch mehrere Zimmer in einem Durchgang saugen kann. Man kann die Türen also offen stehen lassen. Der Roboter verlässt dann den Raum, wenn die Türe gerade auf seiner Bahn liegt. Am Ende reinigt er gewöhnlich den Rest des ersten Raumes und kehrt danach zur Ladestation zurück. Das funktioniert durchaus ordentlich, hier ist er dem V6 überlegen, da größere Bereiche gewöhnlich nie vergessen werden. Je mehr Räume und desto mehr Fläche desto besser ist dann auch die Gründlichkeit im Vergleich zu einem Random-Roboter wie dem ILIFE A6. Allerdings ist auch die beste Reinigung in der Regel nicht besser wie in unserem Wohnraum-Test. Haare und sandigen Schmutz nimmt der Roboter eigentlich schon einigermaßen ordentlich auf, aber bei größeren Schmutzpartikeln ist noch viel Luft nach oben. Genauer haben wir die Saugleistung aber noch auf der üblichen Testfläche untersucht.

ilife-a8-testbericht-saugroboter-vinylbodenErwähnen möchte ich noch, dass der Roboter seine Ladestation gut fand, solange der Roboter von der Ladestation aus gestartet wurde. Fährt man ihn allerdings manuell mit den Pfeiltasten irgendwo hin , dann tut er sich mit dem Suchen der Ladestation genauso schwer wie ein normaler Random-Roboter ohne Kamera. Auch wenn man den automatischen Reinigungsvorgang Roboter nur ganz kurz stopp und nur 1m manuell weiterfährt, findet der ILIFE A8 die Ladestation nicht mehr sehr gut.  Er scheint also die internen Karten nicht zu speichern sondern immer neu zu erstellen, was aber durchaus bei den meisten Saugrobotern mit Kamera so ist. Er löschte die Karte aber offenbar auch sofort, wenn das manuelle Steuerkreuz genutzt wird.

Die Randreinigung ist beim ILIFE A8 leider im normalen Reinigungsmodus nicht sonderlich ausgeprägt, hier ist er sogar schlechter als der ILIFE A6, wie sich auf der Testfläche zeigte.

ILIFE A8 – Test auf der Testfläche

ILIFE A8- Saugtest auf kurzflorigem Teppich

Um die mögliche Reinigungsleistung genauer zu untersuchen habe ich den ILIFE A8 genau wie alle anderen Saugroboter wieder auf unserer Testfläche getestet. Zunächst habe ich wieder eine abgewogene Dose Quarzsand auf unserer kurzflorigen Schmutzmatte eingerieben. Wie immer hatte dann der Roboter genau 20 Minuten Gelegenheit diese Fläche zu saugen. Da der Roboter normalerweise schon nach 1 Minute fertig war, haben wir ihn wieder mehrfach gestartet um auf die 20 Minuten zu kommen. Wir wollen ja wissen wie gut er unter gleichen Bedingungen im Vergleich zu anderen Saugrobotern reinigt.

ilife-a8-test-beetles-Quarzsand-Schmutzmatte-Test

Saugtest mit Quarzsand auf kurzflorigen Schmutzmatte

ilife-a8-test-beetles-Quarzsand-Schmutzmatte-ErgebnisDie Ergebnisse fielen insgesamt ähnlich aus wie schon beim ILIFE A6. In 20 Minuten schaffte es der ILIFE A8 immerhin 44% des Sandes zurück zusaugen, das ist geringfügig besser als beim A6 und praktisch identisch mit dem kürzlich getesteten Deebot OZMO 930. Das ist kein Spitzenergebnis aber durchaus ordentlich und brauchbar. Spitzenroboter Roboter wie Xiaomi Mi, Roborock, Roomba 980 schaffen mehr als 60%, ein AEG RX9 schafft sogar fast 80%. Interessant war zu sehen, dass sowohl die Bürste als auch die Gummi-Lamellen-Bürste praktisch haargenau das gleiche Ergebnis aufzeigten! In der regulären Saugzeit von 1 Minute hätte der Roboter übrigens nur 11% zurückgesagt, man sieht also deutlich dass mehrere Überfahrten Sinn machen und wichtig wären.

Den gleichen Test haben wie wie immer dann noch einmal mit einem etwas höher florigem Läufer gemacht. Auch hier schaffte der ILIFE A8 nahezu das gleiche Ergebnis, er saugte 46% des verteilten Quarzsandes zurück. Wie immer haben wie die Mengen durch Abwiegen des leeren und gefüllten Schmutzfaches genau ermittelt, ihr könnt das Ganze auch im Video selbst nachvollziehen.

ilife-a8-test-beetles-Quarzsand-Vorleger-Test-2

Etwas höherer Teppich

Die Ergebnisse auf Teppich sind also durchaus recht ordentlich für so einen kleinen Saugroboter. Da er das allerdings im Wohnraum nicht so recht zeigt, liegt also ganz offensichtlich vornehmlich an der Navigation und der kurzen Reinigungszeit.

ILIFE A8- Katzenstreu Saugtest auf Hartboden

Im Härtetest haben wir eine Dose Quarzsand, eine Dose Semmelmehl und eine Dose grobes Katzenstreu auf der Testfläche verteilt. Da grobes Katzenstreu sehr schwer und groß ist, war es noch einmal interessant zu sehen ob er das schafft, liegen lässt oder sogar wegschleudert. Auch ist es immer wichtig zu sehen ob der Schmutz von innen an den Ränder verteilt wird oder ob er sofort aufgenommen wird. Ganz billige Saugroboter zeigen hier manchmal katastrophale Ergebnisse!

ilife-a8-test-beetles-Katzenstreu-Quarzsand-Test

ILIFE A8 beim Härtetest

Aber auch hier zeigte der ILIFE A8 ein überraschend gutes Ergebnis. Der Schmutz wurde nicht erst verteilt, es wurde kaum etwas an den Rand und in die Ecken geschleudert. Der Schmutz wurde ordentlich aufgenommen, auch das Katzenstreu bereitete keinen Probleme. Bereits nach 10 Minuten war 98% im Schmutzbehälter gelandet, nach 20 Minuten dann 99%. Das letzte Prozent steckt dann vermutlich im Filter.

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Viel mehr Schmutz hätte der kleine 300ml Schmutzbehälter nicht aufnehmen können, da auch die Saugöffnung sehr niedrig ist

Negativ fiel lediglich auf, dass der Schmutzbehälter des ILIFE A8 bis an den Rand der Saugöffnung gefüllt war. Also wir hätten gar nicht mehr Schmutz verteilen dürfen, mehr hätte nicht in den Schmutzbehälter gepasst. Der Schmutzbehälter ist mit 300ml Kapazität aus unserer Sicht für einen Roboter mit MultiRoom-Navigation einfach etwas sehr klein ausgelegt. Die meisten anderen getesteten Saugroboter kommen bei diesem Test nicht so schnell an Ihre Aufnahmegrenze, allerdings der zuletzt getestete Ozmo 930 zeigte das gleiche Manko.

ILIFE A8 – Haaraufnahme überraschend gut

Um zu testen wie gut der Roboter Haare aufnehmen kann, haben wir wieder unseren tiefschwarzen Stoff mit vielen festsitzenden Katzenhaaren herangezogen. Bei diesem Test sehen wir auch gleich ob der Roboter überhaupt tiefschwarze Böden befahren kann, auch das machen ja nicht alle. Und als drittes erkennen wir in dem Test noch ob die Absturzsensoren gut funktionieren, denn diese Testfläche hat keinen Rand.

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Haare werden gut mit der Bürste aufgenommen

Auch bei diesem Test hat der ILIFE A8 meine Erwartungen übertroffen. Dank der neuen Bürste mit Borsten, werden Haare wirklich deutlich besser aufgenommen. Man sieht im Video deutlich wie mit jeder Überfahrt der Stoff Bahn für Bahn sauberer wird. Nach 10 Minuten war der Stoff wirklich sehr sauber, was keine leichte Aufgabe ist. Bei Haaren ist diese neue Bürste wirklich noch effizienter als die Gummilamellen-Bürste. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass viele der Haare in der Bürste stecken bleiben und verfilzen. Man muss diese Bürste also wirklich sehr oft säubern.
Auch mit dem schwarzen Untergrund gab es keine Probleme, dieser wird problemlos befahren und auch die Absturzsensoren erfüllen ihre Aufgabe gut.

ILIFE A8 -Randreinigung könnte besser sein

Um festzustellen wie gut die Randreinigung ist, haben wir wie immer mit einer speziellen Dose Quarzsand direkt am Rand der Testfläche verteilt. Auch hier haben wir zuvor natürlich den Sand und den leeren Schmutzbehälter gewogen. Anschließend haben wir den Roboterstaubsauger im normalen automatischen Reinigungsprogramm bei maximaler Saugstufe 20 Minuten saugen lassen.

ilife-a8-test-Randreinigung

Randreinigung

Hier hat der Roboter dann leider nicht so überzeugt, nach 10 Minuten hat er erst 32% geschafft und nach 20 Minuten auch nur 47%. Das Ergebnis war hier deutlich schlechter als bei anderen Saugrobotern dieser Preisklasse, sogar schlechter als beim ILIFE A6. Wie schon im Wohnraum zu erahnen, wird im normalen Reinigungsdurchlauf der Rand etwas vernachlässigt. Roboter wie der Roborock, Xiaomi Mi Robot aber auch kleine wie z.B. der eufy RoboVac 11 und viele andere sind hier erheblich besser.

ILIFE A8 – Türschwellen und andere Höhenunterschiede

Als letztes haben wir natürlich wieder untersucht wie gut der ILIFE A8 Höhenunterschiede überwinden kann. Wenn Ihr zuhause Türschwellen zwischen den Räumen habt, müsst Ihr schließlich wissen wo er drüber kommt und wo nicht.  Wie ihr in unserem Testvideo seht, nimmt der Roboter Hindernisse bis 15mm praktisch völlig problemlos, egal ob Teppich oder ein Brett mit 90 Grad Kante.

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18mm schafft er nicht mehr, dazu ist der Bumper (Stoßstange) zu niedrig

18mm dagegen schafft er nicht mehr weil hier der Bumper (Stoßstange) die Kante als Hindernis erkennt. Laut unserer Messung dürfte der Bumper ca. 17 mm über dem Boden ragen, somit liegt die realistische Grenze zwischen 16 und 17mm. Da der Roboter vorne etwas abgeschrägt ist, übernimmt er diese Höhen auch noch verhältnismäßig gut. In der Praxis sollte man natürlich Türschwellen so niedrig wie möglich halten um Abnutzungsspuren auf Dauer zu vermeiden. Auch den Türschwellen-Test seht Ihr in einem unserer Testvideos, so dass ihr euch selbst eine genauere Vorstellung machen könnt.

Weitere Fotos zum ILIFE A8 Testbericht

 

ILIFE A8 Beetles Testergebnis und Fazit

Saugroboter Testergebnis ILIFE A8 Der ILIFE A8 glänzt vornehmlich durch seine kompakte Bauform und schickes Design. Durch die niedrige Bauform kann er auch dort saugen wo andere vielleicht nicht mehr hin kommen (Couch Tisch etc.). Insgesamt hat er aber dennoch etwas enttäuscht, insbesondere wenn man auch den Preis berücksichtigt.

Aus unserer Sicht hat der Hersteller bei vielen Funktionen einfach etwas die Reinigungsleistung und den Anwendungszweck aus dem Auge verloren. Generell ist es natürlich gut wenn ein Roboter systematischer durch die Räume fährt und flotter fertig ist, aber das macht nur Sinn wenn der Raum auch einigermaßen gründlich sauber ist. Leider bleiben aber oft größere sichtbare Schmutzteilchen liegen. Könnte man den Roboter zumindest mehrfach automatisch per Timer reinigen lassen, dann kann man so etwas noch hinnehmen, aber leider ist auch das nicht möglich. Per Timer kann nur eine Uhrzeit und ein Durchlauf pro Tag programmiert werden.

Dass der Roboter auch im Wohnraum bessere Ergebnisse liefern könnte, das zeigen unsere Tests auf der Testfläche. Dem recht ordentlichen Abschneiden auf der Testfläche hat der Roboter auch zu verdanken dass die Bewertung der Reinigungsleistung im Vergleich noch recht gut ausfällt.
Leider wird das im Wohnraum aber kaum widergespiegelt weil er einfach über jede Stelle nur einmal fährt und somit viel zu kurz reinigt. Die Saugleistung reicht für so eine kurze Reinigung nicht wirklich aus. Die Bahnen in denen sich der Roboter bewegt sind auch leider nicht so dicht, dass die Hauptbürste jede Stelle des Raumes berührt. Alleine durch das Ändern der Software (Fahrstrategie, Anzahl der Reinigungsdurchläufe etc.) wäre es für den Hersteller sicher machbar gewesen bessere Ergebnisse zu erzielen. Leider sind nachträgliche Software-Updates bei dieser Serie nicht vorgesehen.
Bekannte Macken wie der große Sperrkreis um die Ladestation wurden leider nicht verbessert, um die Ladestation wird also immer noch nicht gereinigt.
Schön ist natürlich, dass man jetzt auch mehrere Zimmer in einem Durchgang saugen lassen kann, der Roboter lässt zumindest keine größeren Bereiche mehr aus und findet auch schneller zur Ladestation zurück. Der Roboter kann jetzt sogar zwischendurch Laden und dann automatisch weiter saugen! Man hat vieles getan damit der Roboter nun auch größere Flächen saugen kann. Aber wenn ein Roboter schon für große Flächen ausgelegt wird, warum dann nur ein so kleiner 300ml Schmutzbehälter mit so niedriger Saugöffnung? Und warum lässt man gerade dann die Lichtschranke weg? Gerade bei größeren Flächen steigt die Wahrscheinlichkeit dass man mal etwas absperren muss. Das wirkt alles ein wenig unüberlegt und passt nicht wirklich zusammen.

Auch ist es unverständlich warum man die Spotreinigung umgestellt hat. Die Vorgänger ILIFE A6 fuhr bei der Spotreinigung reicht ordentlich eine Spirale. Der neue A8 fährt jetzt recht ruckelig eine kleines Quadrat ab. Die Spirale erschien uns wesentlich flüssiger und sinnvoller.
Und auch bei der Randreinigung hat man sich nicht verbessert, sogar etwas verschlechtert. Die Saugstufe wird immer noch nicht klar signalisiert, man weiß oft nicht ob MAX oder NORMAL aktiviert ist.

So recht sehe ich wenig Anwendungsbereiche wo der neue ILIFE A8 wirklich bei dem heutigen Preis von über 350€ (aktuelle Preise z.B. hier bei Amazon* oder Gearbest*) punkten könnte. Wer sowieso meistens nur einen Raum absaugen lässt, vielleicht auch per Timer, der ist mit dem günstigeren Random-Vorgänger ILIFE A6 oder einem eufy RoboVac 11 immer noch deutlich besser dran. Diese reinigen wesentlich gründlicher und der ILIFE A6 hat sogar noch die virtuelle Begrenzung im Lieferumfang. Die längere Laufzeit stört doch nicht wenn man mit Timer während der Arbeitszeit oder in der Nacht saugen lässt.

Wer gerne auch mal ganze Etagen reinigen möchte, der findet zu diesem Preis inzwischen Alternativen die eine deutlich bessere Navigation und Reinigungsleistung zeigen, ich denke z.B. an die getesteten Modelle Xiaomi Mi Robot oder etwas teurere Roborock welche auch bei Nacht und unter Möbeln navigieren können.
Lediglich die geringe Bauhöhe in Verbindung mit der MultiRoom-Navigation sowie der deutsche Support könnten derzeit vielleicht einen Grund für den Kauf des ILIFE A8 liefern, denn alle anderen Modelle mit ähnlicher Leistung sind schon etwas größer. Weitere Infos in der unteren Tabelle und den dortigen Videos.

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Conrad Electronic DE Preis: € 399,99
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Zuletzt aktualisiert am 19. February 2019 um 1:18 . Die angezeigte Preise könnten sich evtl. inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.
ILIFE Beetles A8

Kompakter Saugroboter mit MultiRoom-Navigation sowie Timer und Fernbedienung.

Technischen Daten des Saugroboter ILIFE A8

 ILIFE Beetles A8
Mittlerer Preis im Handel ca. (in Euro zum Testzeitpunkt)350 €
Fährt automatisch Basisstation nach Reinigung an ja
Per Fernsteuerung bedienbarja
Per Smartphone App bedienbarnein
Per Timer programmierbarja
Raum begrenzennein
Mehrere Karten in App speicherbar-
Einstellbare Saugstufenja eine zusätzliche MAX Stufe (Leistungsunterschied relativ gering)
FahrstategienAuto (reinigt Raum in Bahnen)
Randreinigung
Spotreinigung
Seitenbürste für Randreinigungja, 2
Horizontal Elektrobürsteja (reine Bürste und reine Gummilamellen im Lieferumfang)
Breite der Bürste14 cm
Ersatzteile / Zubehör erhältlichja
EntfernungssensorenIR-Sensoren /Kamera / Bumper
Sensor für Absätze/Treppenkantenja IR-Sensoren
Sensor für Bodenerkennung (Teppich/glatte Böden)nein
Sensor für optimierte Navigation im RaumKamera für Orientierung per Zimmerdecke
(Funktioniert auch noch in recht dunklen Räumen)
Feinstaubfilter (Hepa oder ähnlich)ja
Akku-TechnologieLithium Akku 14,8V, 2600 mAh (ca. 38 Wh)
Leistungsaufnahme in Wattlaut Hersteller 22W
Leistungsaufnahme Ladestationsobald aufgeladen ca. 0,7 W im Standby Modus
Ladezeit bei leerem Akku ca.ca. 4-5 Stunden
MaßeDurchmesser ca. 314mm , Höhe 74 mm (gemessen)
Gewicht mit Akku ca.2,76 kg (gewogen)
Befahrbare TeppichhöheAufgrund der Test dürfte die Grenze zwischen 15 und 17mm liegen (je nach Gegebenheiten bzw. Teppichkante).
Überquerbare Türschwellen ca.Aufgrund unserer Türschwellen Tests hat sich ergeben das die Grenze zwischen 16 und 17mm liegt (je nach Gegebenheiten). 15mm wird immer gut überwunden und 18mm niemals.
Bumper Höhe (Höhe der Stoßstange) ca.17mm
Staubbehälter Volumen300 ml (Herstellerangabe)
Wischfunktionnein
Wassertanknein
Elektronische Wasserregelung -
Reinigungszeit in unserem Testzimmer (im Schnitt):ca. 12 bis 18 Minuten (Unterschiedlich)
3 Zimmer werden in ca. 23 Minuten gesaugt
Laufzeit mit vollem Akku maximalbis zu 90 Minuten (laut Hersteller)
im Test bis zu 88 Minuten
Lautstärkeim Test gemessen ca. 60,5 dB
Multi-Raum tauglich (mehrere Räume in einem Saugdurchgang saugen)Ja, durch die Kamera kann dich der Roboter am Tage und bei Zimmerbeleuchtung recht gut in Räumen orientieren. Leider gibt es keine Möglichkeit der Raumbegrenzung.
Automatische Zwischenladung möglich? (falls Akkukapazität für Fläche nicht ausreicht)?ja
Fährt er auf schwarzen Flächen?ja
BesonderheitenEine Besonderheit dieses Roboters ist, das ILIFE erstmals eine Kamera zur Raumorientierung integriert hat. Allerdings bei der Gründlichkeit mangelt es im Wohnraum noch. Um die Ladestation herum wird oft gar nicht gereinigt,
Bezugsquelle / Preisehier über Amazon* oder hier über GearBest*

 

 


Unsere Videos zum ILIFE A8



ILIFE Hersteller Video


Videos von anderen Youtubern zum ILIFE A8 Beetles



Preise und Bezugsquellen zum ILIFE A8 Beetles Roboterstaubsauger

ILIFE A8 Saugroboter*
von ILIFE

Sehr kompakter Saugroboter mit MutiRoom-Navigation. Per kamera orientiert sich der Roboter in der Wohnung und reinigt mit seiner Elektrobürste udn Gummilamellen-Bürste nahezu alle Bodenbelege.  Über die Fernbedienung und integrierte Sprachausgabe  ist der Roboter auch für Einsteiger leicht zu bedienen.


  • Hauptbürste kämmt Tierhaare besonders gründlich aus Teppichen
  • Gummi-Lamellenbürste verhindert verwickeln von Tierhaaren
  • bis zu 90 Minuten Laufzeit sowie Zwischenladung möglich
  • Nur 72mm hoch - passt unter viele Möbel
  • intelligente MultiRoom-Navigation mit Kamera (PanoView)
  • Kurze Reinigungszeiten
Unverb. Preisempf.: € 399,99 Du sparst: € 88,00 (22%)  Preis: € 311,99 Zum Amazon Shop*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zuletzt aktualisiert am 19. February 2019 um 1:18 . Die angezeigte Preise könnten sich evtl. inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.
ILIFE Beetles A8

Kompakter Saugroboter mit MultiRoom-Navigation sowie Timer und Fernbedienung.

Zubehör zum ILIFE A8

Letzte Aktualisierung am 19.02.2019 um 03:47 Uhr / *Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

 

Unser ILIFE A8 Beetles Testergebnis / Bewertung

Bewertungskriterien - Was diese bedeuten (zum Lesen aufklappen)

Die Leistung eines Roboter-Staubsaugers in einer Zahl auszudrücken ist immer problematisch, egal wie sorgfältig und ausgeklügelt das Bewertungssystem ist bzw. die Beurteilungen und Messungen erfolgen. Das liegt zum einen daran, dass die Räumlichkeiten, Möblierung, Bodenbelege bei jedem von Euch anders aussehen werden. Zum anderen sind die Anforderungen und Vorstellungen von dem was der Roboterstaubsauger leisten soll, bei vielen völlig unterschiedlich. Es ist daher schwer eine Bewertung zu schaffen, die allen Vorstellungen gerecht wird.

Dennoch haben wir versucht die Leistung der Saugroboter auch in einer Bewertung (sprich Punktzahl 1 bis 10) wiederzugeben. Da wir allerdings in den letzten Jahren schon unzählige Saugroboter getestet haben,  konnten wir darin auch unsere lange Erfahrung einbringen.

Hier nur eine kurze Erläuterung zu den Bewertungskriterien, genauere hinweise zur Bewertung findet ihr auf der Seite: Bewertungskriterien

Als Hilfestellung hier nur eine kurze Erläuterung zu den einzelnen Bewertungskriterien:

Reinigung Teppich

Diese Bewertung ist vor allem wichtig wenn Ihr Teppich im Haus habt, je höher der Wert desto besser! Habt ihr keinen oder kaum Teppich im Haus, ist diese Bewertung für euch weniger wichtig.Die Bewertung basiert auf Tests mit Quarzsand auf verschiedenen Teppichen, sowohl auf unserer Testfläche als auch im Wohnraum. Auch die Aufnahme von Katzenhaaren und Aufnahme von Haushaltschmutz wurde beurteilt. Die höchste Gewichtung hat der 20 Minütige Quarzsandtest.

Hartboden & Ecken/Ränder

Diese Bewertung ist vor allem dann wichtig wenn Ihr sogenannten Hartboden im Haus habt, also z.B. Laminat, Parkett, Vinyl, Fliesen oder ähnliches. Da Hartboden relativ einfach zu saugen ist, solltet ihr hier auf einen möglichst hohen Wert achten.

Um die Fähigkeiten auf Hartboden zu bewerten haben wir mehrere Tests mit Quarzsand, aber auch grobem Katzenstreu und Semmelmehl (Paniermehl) auf unserer Testfläche gemacht. Die Ergebnisse setzen sich aus Beurteilungen in zeitlichen Abständen und Messungen der aufgenommenen Schmutzmenge zusammen. Um die Randreinigung zu testen wurde zudem Schmutz gezielt am Rand der Testfläche verteilt, zudem wurde die Randverfolgung in den Wohnräumen beurteilt.

Navigation / Fahrverhalten

Diese Bewertung gibt an wie schnell und wie genau der Saugroboter einen Wohnraum oder eine Etage abfährt. Je höher der Wert, desto kürzer ist gewöhnlich auch die benötigte Reinigungszeit.  Diese Angabe ist vor allem dann wichtig, wenn Ihr mit dem Roboter mehr als einen Raum in einem Durchgang reinigen wollt. Wenn Ihr den Roboter ohnehin immer nur  einzelne Räume saugen lassen wollt, vielleicht sogar in Abwesenheit per Timer, dann ist dieses Kriterium weniger wichtig.Roboter mit Zufallsstrategie (Random-Fahrstrategie) haben hier immer eine niedrigere Bewertung, dennoch müssen diese bei einzelnen Räumen nicht weniger gründlich reinigen. Nicht selten sind Random-Roboter bei einzelnen Räumen sogar gründlicher. Werden jedoch mehrere Zimmer in einem Reinigungsvorgang gesaugt, dann wiederum nicht diese Bewertung sehr wichtig.Bewertet werden aber auch andere Dinge wie das Auffinden der Ladestation, Erkennung von flachen Hindernissen, Navigation im dunklen etc. (näheres siehe hier)

Handhabung / Komfort

Diese Bewertung gibt an wie komfortabel und einfach der Saugroboter im Alltag genutzt werden kann. Da es bezüglich der Handhabung unterschiedliche Vorstellungen und Gewohnheiten gibt, solltet man diese Bewertung nicht Übergewichten.Bewertet wird u.a. der Umgang mit dem Schmutzfach, Filter, Bürste und ob Dinge wie Fernbedienung, virtuelle Wand, Timer die Arbeit erleichtern. Auch eine kurze Reinigungszeit erhöht die Bewertung da dies im Alltag praktischer ist.

Ausstattung / Funktionen

Diese Bewertung gibt an was alles zum Lieferumfang gehört bzw. welche Funktionen und wichtigen Sensoren vorhanden sind.Unter anderem wird bewertet ob Timer, Ladestation, Smarthone-App,Feinstaubfilter, WLAN, Wischfunktion, Schmutzsensor, Sensor zur Raumorientierung und vieles mehr vorhanden sind. Berücksichtigt wird auch die Kapazität des Akkus und des Schmutzbehälters. Dabei werden bestimmte Dinge wie z.B. Ladestation natürlich höher gewichtet.

Alle Bewertungen haben wir sehr sorgfältig mit hohem Zeitaufwand erstellt. Wir führen unsere Tests neutral, objektiv und sachkundig durch. Beurteilungen erfolgen nach Möglichkeit immer vom gleichen Experten um unterschiedliche Einschätzungen zu vermeiden. Trotz großer Sorgfalt können wir natürlich auch Fehler machen, daher können wir keinerlei Gewähr für die Bewertungen und Aussagen übernehmen. Nähere Infos auf der Seite Bewertungskriterien.

Wir hoffen der Test konnte euch helfen. Wenn ihr uns unterstützen wollt, empfehlt uns weiter.

Unsere Punkte könnt Ihr auch in eine Note umrechnen / Bewertungszuordung

  • 0 -2,4 Mangelhaft
  • 2,5 bis 4,4 Ausreichend
  • 4,5 bis 6,4 Befriedigend
  • 6,5 bis 8,4 Gut
  • 8,5 bis 10 Herausragend

7.2 Testergebnis
GUT

Leiser kompakter Saugroboter der aufgrund seiner Kamera auch mehrere Räume in einem Rutsch reinigen kann (MultiRoom). Aufgrund normaler als auch Gummi-Lamellen-Elektrobürste ist er für fast alle Böden geeignet. Leider ist er aufgrund seiner kurzen Reinigungszeit nicht sonderlich gründlich. Gerade auch am Rand und rund um die Ladestation mangelt es doch. Dank der MultiRoom-Navigation und den ordentlichen Ergebnissen auf der Testfläche hat er es aber dennoch geschafft die GUT-Bewertung zu erreichen.

Reinigung Teppich
6.8
Reinigung Hartboden & Ecken/Ränder
6.3
Navigation / Fahrverhalten
7.6
Handhabung / Komfort
8.7
Ausstattung / Funktionen
6.7
POSITIV
  • MultiRoom-Navigation mit Kamera
  • Zwischenladung an der Ladestation möglich
  • sehr kompakt, niedrige Bauhöhe, recht leise
  • Timer und Lithium Akku
  • Fernbedienung mit LCD
NEGATIV
  • um die Ladestation selbst wird kaum gereinigt (großer Sperrkreis)
  • Reinigungszeit generell nicht ausreichend für gründliche Reinigung
  • Max-Modus wird nicht deutlich signalisiert und bringt wenig Veränderung
  • Verzögerung beim Start manchmal irritierend
  • Randverfolgung könnte konsequenter sein
2 Kommentare
  1. Mal wieder ein schöner Test. Ich persönlich bleibe aber bei den Random-Sauger (1 x Ilife V7, 1 x Ilife A6), so spannend ich die Lidar/ oder Kameratechnik finde, der Random-Sauger fährt meistens öfter über eine Stelle. Die Navi-Sauger fahren ihre Bahnen nacheinander einmal ab und danach direkt in die Ladestation. Schön wäre es wenn man die Navi-Sauger auf mehrere Einsätze pro Tag per App programmieren könnte.
    Weiter so, es macht Spaß ihre Video auf Youtube bzw. Berichte hier auf der Seite zu sehen/lesen.

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